Nachbarschaftshilfe vereinbart: Südkorea liefert Nordkorea 400.000 Tonnen Reis
- Nicht an Forderungen zu Atomprogramm gebunden
- Zusage aus "humanitären Gründen und Brüderliebe"
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Südkorea hat Nordkorea zugesagt, das Land mit 400.000 Tonnen Reis zu versorgen. Die Lieferungen sollten Ende Mai anlaufen, teilten beide Staaten in einer gemeinsamen Erklärung mit. Von Forderungen Südkoreas an sein Nachbarland, sein umstrittenes Atomprogramm auszusetzen, war darin nicht die Rede.
Die Lieferungszusage sei "aus humanitären Gründen und brüderlicher Liebe der selben Nation" gemacht worden, hieß es in der Erklärung weiter. Seoul machte Pjöngjang laut Medienberichten aber deutlich, dass die Lebensmittelhilfe davon abhänge, ob Nordkorea Schritte in Richtung einer Einstellung seines Atomprogramms mache.
Nordkorea hatte am 13. Februar dem Ausstieg aus seinem umstrittenen Atomprogramm und einer Abschaltung seiner Atomanlage in Yongbyon binnen 60 Tagen zugestimmt. Es ließ die Frist jedoch verstreichen, weil eingefrorene Gelder in Höhe von 25 Millionen Dollar auf einer Bank in Macau nicht freigegeben worden seien.
Die internationale Einigung sah zudem vor, dass Nordkorea erstmals seit 2002 wieder Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde ins Land lassen soll. Als Gegenleistung wurden dem Land umfangreiche Wirtschafts- und Energiehilfen zugesagt.
(apa/red)
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