Gewalt im Irak einfach nicht zu stoppen: US-Militär baut 5 km lange Mauer in Bagdad
- Schutzwall wird rund um Sunniten-Viertel errichtet
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Zur Eindämmung der wachsenden Gewalt will das US-Militär in der irakischen Hauptstadt Bagdad eine knapp fünf Kilometer lange Mauer um ein vorwiegend von Sunniten bewohntes Viertel errichten. Ein führender irakischer Polizeivertreter, Kassem Atta, bestätigte einen entsprechenden Bericht der britischen Zeitung "The Guardian".
Mit dem Bau des 3,5 Meter hohen Betonwalls um den Stadtteil Adhamija sei bereits begonnen worden, da die Spirale der Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten dort völlig außer Kontrolle zu geraten drohe, sagte Atta. Dieser sowie weitere Schutzwälle seien Teil des im Februar vorgelegten Sicherheitsplans der irakischen Regierung für Bagdad. Damit solle die Bewegungsfreiheit von bewaffneten Extremisten eingeschränkt werden. An jeder Schutzmauer werde es nur einen Eingang und einen separaten Ausgang geben.
Im von Schiiten dominierten östlichen Bagdader Viertel Sadr City wurden zwei Iraker bei einem Anschlag getötet. Acht weitere seien verletzt worden, als ein Sprengstoffbus nahe einem Kontrollpunkt explodierte, berichtete die irakische Nachrichtenagentur Stimme des Irak.
Im nordirakischen Kirkuk stürmten Bewaffnete das Haus einer kurdischen Familie und erschossen Vater, Mutter und die 18 und acht Jahre alten Töchter, teilten Sicherheitskreise mit. Bei einer Sprengstoffexplosion in der zentralirakischen Provinz Diwanja wurde ein 25 Jahre alter polnischer Soldat getötet.
Nach Angaben des US-Militärs starb ein amerikanischer Soldat bei einem Patrouillengang südwestlich von Bagdad durch einen Sprengsatz. Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass das britische Konsulat in Basra im Südirak vor Morgengrauen mit fünf Katjuscha-Raketen beschossen worden sei. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. (apa)
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