Noch immer kein Regenwölkchen in Sicht:
Österreich steuert auf Rekordtrockenheit zu
- Heißer April: Seit drei Wochen kein Niederschlag
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Eigentlich gilt der April aus meteorologischer Sicht gemeinhin als wechselhafter Monat, sprich: Es ist praktisch permanent mit Regenwetter zu rechnen. Ganz anders präsentiert sich da der diesjährige April, nämlich mit absoluter Trockenheit. Von Eisenstadt über Retz bis hin nach Linz und weiter nach Kufstein - seit drei Wochen nahezu kein Tropfen Regen. Sollte das Hochdruckgebiet weiterhin anhalten (und laut Prognosen ist damit zu rechnen), steuert Österreich auf eine Rekordtrockenheit im April zu.
"In manchen Gegenden hat es seit Wochen überhaupt nicht geregnet. Diese Wetterlage ist sehr ungewöhnlich", analysierte Helmut Derka von der ZAMG. Eine April-Bilanz möchte der Klimatologe allerdings noch nicht ziehen, denn der Monat dauert immerhin noch eine ganze Woche. Doch auch in dieser dürfte sich nicht allzu viel ändern: "Die Modelle versprechen in den kommenden Tagen keine ergiebigen Niederschläge."
Derka wagte dennoch eine Prognose: Sollte es nämlich tatsächlich bis zum 30. April nicht regnen, "kann das in manchen Gegenden auf den wärmsten April seit Messbeginn hinauslaufen". Viel Sonne und kein Niederschlag machen sich also auch auf der Temperaturskala bemerkbar. So liegen die beiden westlichsten Landeshauptstädte Bregenz und Innsbruck drei Grad über dem langjährigen Durchschnitt, Wien immerhin zwei Grad.
In Bischofshofen und in Zell am See wurden bisher zwei Millimeter Niederschlag gemessen. Derka: "Es ist eigentlich völlig egal, ob es zwei Millimeter waren oder gar nichts." Lediglich im Süden des Landes, in Kärnten und der Steiermark, erreichten die Messpegel gebietsweise zehn, manchmal sogar 15 Millimeter. "Aber auch das ist nicht einmal ein Viertel vom Sollwert", so der Klimatologe.
(apa/red)
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