Dienstag, 24. April 2007

"Glocke wird uns alle überleben": Wiener Pummerin brillierte bei ihrem Belastungstest

  • Glocke wurde eingehenden Messungen unterzogen

Die Pummerin im Wiener Stephansdom hat in ihrem Belastungstest brilliert. Im Rahmen des europäischen Projekts "Probell" wurde der Zustand des Geläutes genauestens gemessen. Ein erstes Ergebnis: "Die Glocke wird uns alle überleben", freute sich Glockengießer Peter Grassmayr im APA-Gespräch. Die detaillierten Messergebnisse werden allerdings erst in einigen Wochen vorliegen.

Sie sollen Auskunft über die Belastung für die Glocke während des Läutens geben. Bereits jetzt könne man sagen, dass der Klöppel auf beiden Seiten gleichmäßig anschlage, was positiv zu bewerten sei, so Grassmayr. Außerdem liege dank einer relativ neuen Aufhängung die Wucht des Anschlags insgesamt im niederen Bereich, was ebenfalls die Lebensdauer der Pummerin verlängere.

Für ihre "Gesundenuntersuchung" schlug die bekannteste Glocke der Bundeshauptstadt um 18.00 Uhr für fünf Minuten außertourlich und um 19.30 Uhr zum zweiten Mal traditionell im Anschluss an die Messe anlässlich des Domweihtages. Bei beiden Gelegenheiten hatten die Experten der Fachhochschule Kempten und der Innsbrucker Gießerei Grassmayr die Glocke mit Messstreifen, Beschleunigungssensoren und Hallmikrofonen verbunden. (apa/red)

24.4.2007 07:07