Bergname droht totale "Verwurstelung": Kommt Umbenennung zu Werbezwecken?
- Wiener Wurstfirma überlegt Umbenennung in Osttirol
- Umstrittene Pläne: Gemeinderat erteilt Zustimmung

Eine Wiener Wurstfirma will einen Berg in Prägraten in Osttirol zu Werbezwecken umbenennen. Die Pläne sind laut einem Bericht des ORF Tirol umstritten. Der Gemeinderat sehe darin hingegen eine tolle Werbemöglichkeit.
Die Firma Wiesbauer war durch die Österreich-Radrundfahrt auf Prägraten gestoßen. Jetzt findet man auf all ihren Wursterzeugnissen das Bergsteigerdorf, als Gewinnspiel und Urlaubstipp. Dazu gibt es passend die essbare Wurstspitze mit Fettrand als Schneekuppe.
Dass der 2.700 Meter hohe Mullwitzkogel jetzt zur Wiesbauer-Spitze umgetauft wird, hatte der Gemeinderat so beschlossen. "Ein Ausverkauf der Heimat ist das sicher nicht. Wir haben einen österreichischen Partner", sagte Bürgermeister Johann Kratzer. Der Berg werde ja nicht verkauft, er bleibe in Prägraten und heiße halt anders. "Und er bringt eine Wertschöpfung, die Prägraten weiter bringt", zeigte der Ortschef auf.
In einer ORF-Umfrage äußerten sich einige Osttiroler kritisch. Auch der Alpenverein weigere sich, dem Berg in seinen Wanderkarten einen anderen Namen zu geben.
(apa/red)
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