Stieftochter missbraucht und Kinderpornos gehortet: Nur zwei Jahre Haft für Wiener
- Davon sechs Monate unbedingt für den 42-Jährigen
- LKW-Fahrer wörtlich: "War zwar lustig, aber net okay"
Ein 42-jähriger Wiener Kraftfahrer ist im Straflandesgericht wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen und Besitzes und Weitergabe von kinderpornografischem Material zu zwei Jahren Haft, davon sechs Monate unbedingt verurteilt worden. Bei einem Strafrahmen von maximal drei Jahren, der bisherigen Unbescholtenheit des Mannes sowie seiner teilweise geständigen Verantwortung erachtete Richterin Martina Krainz die Strafe für ausreichend. Das Urteil ist rechtskräftig.
Bei einer Hausdurchsuchung war die Polizei in der Wohnung des Familienvaters auf eine riesige Kinderporno-Sammlung gestoßen: Auf seinem PC und weiteren Datenträgern fanden sich über 10.000 abartige Bilder und 159 Videodateien. "Fesseln und Foltern, da ist alles dabei", schüttelte die Staatsanwältin den Kopf. "Bei manchen Sachen denk ich mir nicht viel", meinte der Angeklagte, der das Material über ein File-Sharing-Programm auch Gleichgesinnten zur Verfügung gestellt hatte.
Die Ermittler entdeckten aber auch Aufnahmen, die der Mann mit seinem Handy bzw. einer Videokamera von seiner 15-jährigen Stieftochter angefertigt hatte. Diese legten den Verdacht nahe, dass er diese missbraucht hatte. "2004 sind wir uns ziemlich nahe gekommen. Sie ist sehr liebesbedürftig. Am Anfang haben wir gekuschelt, im Lauf der Zeit ist's dann zu sexuellen Kontakten gekommen", gab der Kraftfahrer zu.
Er habe "viel über die Hutsch'n drüber g'haut". Das sei "zwar lustig, aber net okay" gewesen, gab er wörtlich zu Protokoll. Was die Videoaufnahmen mit dem Mädchen betrifft, merkte er an: "Wir haben a bissl gewaltig übertrieben. Aber wir haben hauptsächlich Bilder g'macht. Sie hat g'sagt, das taugt ihr, das g'fallt ihr."
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
