Verheerende Auswirkungen befürchtet: Klimawandel bedroht auch Weltkulturerbe
- London wird unter steigenden Temperaturen leiden
- Great Barrier Riff könnte sogar ganz zerstört werden

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Der Klimawandel bedroht zahlreiche Stätten, die von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt werden. Die Londoner Innenstadt, der Nationalpark Kilimandscharo und das Great Barrier Riff sind unter den Orten, die unter steigenden Temperaturen und Meeresspiegeln zu leiden haben und möglicherweise ganz zerstört werden. Dies geht aus einer am Dienstag vorgestellten Studie der UN-Kulturorganisation hervor.
Für den 830 Seiten starken Bericht analysierten Wissenschafter die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die Artenvielfalt, archäologische Fundstätten, historische Städte und Siedlungen. Durch die Gletscherschmelze würden nicht nur Landschaften, die wegen ihrer herausragenden Schönheit auf der UNESCO-Liste stehen, zerstört. "Auch der Lebensraum für seltene Arten wie den Schneeleoparden in Nepal verschwinden", schreiben die Forscher.
Feuchtigkeit bedroht Städte
Für historische Städte und Siedlungen erweist sich dem Bericht zufolge eine steigende Feuchtigkeit nach Überflutungen als verheerend. Besonderes Augenmerk legten die Experten auf die Folgen für die City of London. Die Feuchtigkeit führe zu einer erhöhten Salzkristallbildung, wodurch verzierte Oberflächen zerstört werden könnten, lautet das Fazit.
Tiefseekorallen gefährdet
70 Prozent der Tiefseekorallen werden vermutlich bis 2100 von den steigenden Temperaturen betroffen. Am Great Barrier Riff vor Australien würden die Korallen immer häufiger ausbleichen. Weltweit seien 58 Prozent der Korallenbestände, in denen Hunderttausende Fischarten zu Hause seien, bedroht.
Artensterben in Südafrika
Um das Artensterben von Landtieren etwa in Südafrika zu verhindern, fordert die UNESCO die Einrichtung von Schutzzonen sowie die Umsiedlung besonders bedrohter Arten. "Die internationale Gemeinschaft betrachtet den Klimawandel fast übereinstimmend als eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts", schreibt UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura im Vorwort zu dem Bericht. "Notwendig ist eine ganzheitliche Herangehensweise für den Erhalt der Umwelt und nachhaltige Entwicklung."
(apa/red)

