Freitag, 13. April 2007

US-Wissenschafter warnen: Der Anstieg
von Fettleibigkeit nimmt dramatisch zu

  • Die Zahl der extrem Übergewichtigen ist im Anstieg
  • Letzte Rettung: Eine gefährliche Magenverkleinerung

In den USA beobachten Forscher einen dramatischen Anstieg krankhafter Fettleibigkeit. Binnen fünf Jahren sei die Zahl der krankhaft Fettleibigen bis zum Jahr 2005 um 50 Prozent angestiegen, hieß es in einer aktuellen Studie der US- Denkfabrik Rand Corporation.

Menschen gelten dann als krankhaft fettleibig, wenn sie 45 Kilogramm über ihrem Normalgewicht liegen. Demnach muss ein Mann mit einer Größe von 1,77 Meter 136 Kilo auf die Waage bringen. Bei einer Frau von 1,64 Meter Größe sind es 113 Kilo oder mehr. Nach Angaben der Autoren wächst die Anzahl der drastisch Fettleibigen weitaus schneller als die der durchschnittlich Fettleibigen. Als krankhaft fettleibig gelten in den USA demzufolge 6,8 Millionen US-Bürger, das sind drei Prozent der Gesamtbevölkerung.

Magenverkleinerungen sind im Trend
Zu dem Trend kam es trotz einer starken Zunahme von Operationen, bei denen der Magen künstlich verkleinert wird, um das Hungergefühl zu bremsen. Während 1998 13.000 solcher Operationen vorgenommen worden waren, stieg die Zahl 2003 auf 100.000 und verdoppelte sich im vergangenen Jahr schätzungsweise noch einmal. Die Wissenschafter warnten angesichts der Ergebnisse vor großen Gesundheitsrisiken. (APA/red)

13.4.2007 08:31