Mittwoch, 11. April 2007

Vollgeräumte Tische machen satt: Tun Sie also was für die Figur und bleiben Sie sitzen

  • US-Studie: Das Auge isst mit - auch beim Sattwerden
  • PLUS: Umwelt-Chemikalien machen Babies dick

Das Auge isst mit - auch beim Sattwerden. Einer US-Studie zufolge essen Menschen weniger, wenn sie sehen, wie viel sie schon vertilgt haben. Bei der Untersuchung der Cornell Universität wurden Studenten während des US-Football-Finales beim Abknabbern von Hühnerflügeln beobachtet.

An den Tischen, auf denen die abgegessenen Knochen liegen blieben, aßen die Probanden 27 Prozent weniger als an Tischen, die zwischendrin abgeräumt wurden. "Die Ergebnisse legen nahe, dass Leute sich beim Essen zurückhalten, wenn sie sehen können, wie viel sie schon gegessen haben", erklärte Prof. Brian Wansink im Onlinedienst der Universität.

Voller Tisch macht leeren Bauch
Der Unterschied zwischen beiden Gruppen - denen, die die Menge der abgenagten Knochen sahen und denen, die sie nicht sahen - war bei Männern größer als bei Frauen. Als Rezept gegen übermäßiges Trinken empfahl der Professor, künftig geleerte Gläser und Flaschen auf dem Tisch stehen zu lassen.

Fettfalle Chemie
Wer jedoch schon rundlich auf die Welt kommt, dem hilft ein unabgeräumter Tisch auch nicht mehr. Übergewicht kann Menschen auch durch Umweltchemikalien mit in die Wiege gelegt werden. Mehrere Forscherteams präsentierten in San Francisco eine Erklärung für die zunehmenden Gewichtsprobleme der Welt: Chemikalien. In Tierversuchen gelang es nachzuweisen, dass bestimmte chemische Stoffe, allen voran die "Umwelt-Östrogene", Übergewicht schon im Mutterleib vorprogrammieren. Dies Tatsache wurde auf dem weltgrößten interdisziplinären Wissenschaftskongress, der AAAS-Jahrestagung in San Francisco vorgestellt. (APA/red)

11.4.2007 12:25