Freitag, 13. April 2007

Teurer Diebstahl-Schutz: Anbieter mit
hohen Prämien bei Fahrrad-Versicherungen

  • Große Differenz bei Preisen und Schadensleistungen
  • Erweiterte Haushaltsversicherung meist günstiger

In Österreich werden jedes Jahr rund 30.000 Fahrräder gestohlen. Besonders in Wien haben es Kriminelle auf Drahtesel abgesehen: Fast ein Drittel der Zweiräder wird in der Bundeshauptstadt entwendet. Schützen kann man sich mit einer Diebstahlsversicherung zumindest vor dem finanziellen Verlust. Dabei muss man allerdings mit teuren Prämien rechnen, so die Arbeiterkammer (AK) in einer Aussendung.

Unter die Lupe genommen wurden vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag der AK Diebstahlsversicherungen für neue Fahrräder mit einem Preis von 500 und 1.500 Euro. Bestimmt wird die Prämie bei den Anbietern wie Sporthändler, Versicherungen, ÖAMTC, der Radfahrerlobby Argus sowie dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) anhand des Kaufpreises. Die Beträge - zwischen 3,5 und 12,5 Prozent des Preises - fallen laut AK allerdings sehr unterschiedlich aus und kosten bei einem 500 Euro teurem Rad je nach Anbieter 18 bis 63 Euro.

Eine eigene Fahrraddiebstahlversicherung bieten nur Vereine, der Sporthandel sowie die Grazer Wechselseitigen (GraWe) an, berichtete die AK. Von anderen Firmen werde der Diebstahlschutz als Zusatz zur Haushaltsversicherung angeboten. Bei der Generali Versicherung, der GraWe, dem ÖAMTC, Argus und dem VCÖ können auch gebrauchte Räder versichert werden. Angeboten werden die Verträge mit oder ohne Selbstbehalt. Der Diebstahlschutz gilt meist EU-weit, bei den Sporthändlern Intersport Eybl und Sports Experts auch in den USA und Kanada.

Große Unterschiede gebe es auch bei der Schadensleistung, so die AK. Sporthändler zahlen wegen dem Selbstbehalt von 20 Prozent bereits im ersten Jahr weniger aus. Argus, ÖAMTC und VCÖ leisten im ersten Jahr 100 Prozent der Versicherungssumme, später vermindert sich der Betrag jährlich. Einen Selbstbehalt gibt es bei diesen drei Anbietern nicht.

Bei Haushaltsversicherungen ist das Fahrrad grundsätzlich mitversichert, wenn es aus dem versperrten Keller gestohlen wird, erklärte die AK. Der Schutz ist in machen Fällen erweiterbar und deutlich günstiger als eine eigene Diebstahlversicherung. Wichtiger als diese ist laut AK übrigens eine Haftpflichtversicherung. Damit könne man sich gegen Schadenersatzforderungen absichern. (apa)

13.4.2007 12:44