Kinderglück aus Afrika für Single-Mama:
Sinas Weg vom Waisenhaus nach Österreich
- So wurden Diana Zack & Sina ein Herz & eine Seele
- NEWS über Schwierigkeiten bei Auslandsadoptionen
Sina lacht, quietscht vor Freude. Im Schönbrunner Zoo begeistern sie nicht etwa die Zebras, sondern die Ziegen. Zärtlich schmiegt sie sich an sie und ruft: "Mama, ich mag auch eine Ziege zuhause haben." Die Mama lächelt, streicht der Kleinen durchs Haar - und ist glücklich. Angelina Jolie, Madonna - und wie es wirklich ist: So rettete eine Österreicherin die kleine Sina vor Krieg, Not und Hunger in Äthiopien.
Diana Zack weiß, die Zweijährige würde vermutlich heute nicht mehr leben, wäre sie nun nicht hier bei ihr, in Österreich. Die 37-jährige Wienerin hat vorgemacht, was durch Stars wie Madonna oder Angelina Jolie längst in aller Munde ist: Sie hat ein Kind aus Afrika adoptiert. Gekauft, wie manche Mitmenschen gern argwöhnisch behaupten - wohlweislich hinter vorgehaltener Hand, was für Adoptivmütter wie Diana Zack noch viel verletzender ist und zornig macht.
Schicksale
Zornig, weil keiner von denen, die solches sagen, gesehen hat, was sie sah: Keiner von denen trieb sich wie sie in jenen Straßen von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, herum, wo Mütter ihre Kinder weglegen, weil sie wissen, dass sie sie nicht ernähren können. Keiner von denen hat beobachtet, wie die Polizei dort die Babys, wenn sie Glück haben, einsammelt und in staatliche Heime verfrachtet.
Herzenswunsch
Heime, in denen dann fünf Säuglinge in einem Bettchen liegen, an den Decken zerren und außer Zuckerwasser und Brei nichts zu essen bekommen. "Wer so etwas einmal mit eigenen Augen gesehen hat", erklärt Zack, "weiß, wie dumm es ist, jene zu verurteilen, die diesen Kindern eine Zukunft schenken wollen."Für Zack war schon seit Jahren klar, dass sie ein Waisenkind vor dem Verhungern retten will: "Egal, ob ich nun eigene Kinder haben würde oder nicht, die Auslandsadoption war mein Herzenswunsch." Ein Wunsch, der noch stärker wurde, als sie viel später feststellen musste, selbst gar keine Kinder bekommen zu können.
Single als Adoptiv-Mama
Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit lag ein langer Weg, der all jene Lügen straft, die glauben, man würde einfach nach Afrika fliegen können, um sich von dort ein Kind "zu holen". Zwei Jahre sollten vergehen zwischen der Kontaktaufnahme mit dem Vermittlungsverein "Family for You" und dem Moment, als die Neo-Mama ihre Sina endlich in Händen halten durfte. Zwei Jahre intensiver Prüfung und Vorbereitung auf die Adoption durch das Jugendamt und den Verein.
Neues Glück
Dass Single-Frauen Kinder adoptieren können, ist überhaupt erst vor wenigen Jahren durch eine Gesetzesnovelle möglich geworden. Ein Kind allein großzuziehen bedarf eines geregelten Umfelds. Neben entsprechendem Einkommen und Unterstützung durch die Familie ist auch, wie Zack betont, "ein verständnisvoller Arbeitgeber notwendig".
Das Bangen und Zittern wird Zack nie vergessen. Und dennoch, die kleine Sina soll wissen, wie sie hierher gekommen ist, wo sie nun, "neben der Bauch-Mama aus Afrika", eine Herzensmama gefunden hat.
Lesen Sie die ganze Story im aktuellen NEWS 15/2007

