Ultra HDTV soll schon 2025 in Japan starten:
Standard mit 16-facher Auflösung geplant
- Speicherbedarf für 18 Minuten Film: 3,5 Terabyte!
- Marktbeobachter bezweifeln Notwendigkeit für User

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Während hochauflösendes Fernsehen gerade die Startphase hinter sich bringt, basteln der staatliche japanische Rundfunker NHK schon an der Steigerungsform Super Hi-Vision, auch Ultra High Definition Video (UHDV) genannt. Wie das asiatische Branchenportal DigiTimes berichtet, plant der NHK 2015 die ersten Tests mit diesem Standard zu starten. Zehn Jahre später will man in der Auflösung senden, heißt es.
Das Bildformat Super Hi-Vision ist exakt viermal so breit und viermal so hoch wie ein reguläres HDTV-Bild mit der Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel (HDTV 1080p mit zwei Megapixel). Damit hat ein Bild mit 7.680 mal 4.320 Bildpunkten rund 33 Megapixel, die Bildwiederholungsrate liegt bei 60. Der Ton dazu wird in einem 22.2-Format gesendet: neun Lautsprecher sind dabei im Deckenbereich platziert, zehn befinden sich auf Kopfhöhe, drei am Boden und zwei Subwoofer sorgen für die tiefen Töne. Die hohe Auflösung ermöglicht dabei auch einen deutlich größeren Blickwinkel. HDTV kommt auf etwa 30 Grad, UHDV soll 100 Grad liefern.
Hohe Auflösung hat ihren Preis
Entsprechend groß sind auch die Datenmengen, die UHDV produziert. Techniker von NHK haben bereits vor drei Jahren einen 18-minütigen Testfilm gedreht. Da das Format noch experimentell ist, verwendete das Team eine Kamera mit vier 64-Millimeter-Fotosensoren. Dabei kam eine Datenmenge von 3,5 Terabyte zusammen. Wiedergegeben wurde der Film mithilfe von 16 HDTV-Videoplayern.
UHDV überhaupt notwendig?
Während Marktbeobachter derzeit der Ansicht sind, dass HDTV die Ansprüche der Konsumenten eindeutig erfüllt, sieht Kenkichi Tanioka, Chef der Entwicklungslaboratorien von NHK, noch genügend Spielraum für weitere Fortschritte. Um die Entwicklung und schließlich die Verbreitung von Super Hi-Vision voranzutreiben, plant NHK Kooperationen mit BBC und der Europäischen Rundfunkunion. (pte/red)
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