Mittwoch, 11. April 2007

Polit-Bombe: Der Eurofighter-Absturz! Waf-
fenlobbyist Steininger bangt um sein Leben

  • Wer noch vom Eurofighter-Lobbyisten kassiert hat
  • Plus: Darabos will jetzt aus dem Vertrag aussteigen

Lobbyist Steininger zahlt 87.600 Euro an die Firma der Frau von ‚Air-Chief‘ Wolf. Omertà: Muss Steininger wirklich um sein Leben fürchten, wenn er auspackt?

Er ist der Mann, bei dem die Zahlungen und Fäden zusammenlaufen: der Multimillionär und Waffenhändler Erhard Steininger, 69. Seit Wochen harrt der einst so erfolgreiche wie smarte Rüstungslobbyist für die umstrittenen Eurofighter im fernen Thailand aus. Der parlamentarische U-Ausschuss hat so keinen Zugriff auf ihn.

Steininger war nur ein einziges Mal als Auskunftsperson vor dem U-Ausschuss geladen. Dort schwieg der Neo-Pensionist mit dem dicken Portemonnaie eisern. Gegen eine Beugestrafe von vergleichsweise lächerlichen 1.000 Euro wegen des Schweigens hat er Rechtsmittel eingelegt.

Und dann ist er nach Thailand abgereist, wie Erhebungen des Bundeskriminalamtes ergeben. Seine Wohnsitze sind verwaist. Auch von seiner 34-jährigen Frau, die aus Thailand stammt, findet sich keine Spur. Mit seiner noch in Wien lebenden Exfrau pflegt er keinen Kontakt. Steininger ist wie vom Erdboden verschluckt. Seine Post lässt er einlagern, der Auftrag läuft am 27. April ab. Nachsendeauftrag hat er keinen einrichten lassen.

Der Mann, der 87.600 Euro an die Firma der Frau von „Air-Chief“ Erich Wolf bezahlte, hat offensichtlich Angst um sein eigenes Leben. Das geht zumindest aus einem NEWS vorliegenden handschriftlichen Schreiben Steiningers an seinen Anwalt Andreas Nödl hervor.

Steininger fürchtet um sein Leben. Steininger hat seinem Anwalt ein paar „persönliche Bemerkungen zur Causa Beugestrafe“ übersendet, um zu erklären, warum er so eisern schweigt. Zitat: „Ich arbeite seit vielen Jahren mit verschiedensten Firmen als Berater oder Repräsentant im Bereich Verteidigungsmaterial – früher nannte man das Kriegsmaterial. In dieser Branche ist Vertrauen und Verschwiegenheit nicht nur immer vertraglich geregelt, sondern ein absolutes MUSS. Ein Vertragsbruch kann sehr unangenehme Folgen haben. Rede ich über den ‚Einen‘, denkt der ‚Andere‘ womöglich, ich könnte auch über ihn reden, und die ganze Vertrauensbasis ist womöglich komplett gestört.“

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PLUS Interview: Darabos will den Vertragsausstieg: ,Die Argumente sind jetzt auf unserer Seite‘

11.4.2007 17:05