Freitag, 13. April 2007

Affenerbgut entziffert: Gene von Menschen und Rhesusaffen sind zu 97,5 Prozent ident

  • Affe ist wichtigstes Versuchstier in Aidsforschung
  • Dritter Primat dessen Erbgut entziffert werden konnte

Ein wissenschaftlicher Durchbruch: Das Erbgut des Rhesusaffen konnte entziffert werden. Als wichtigstes Versuchstier können auch in der Aidsforschung Fortschritte erwartet werden.

Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut des Rhesusaffen entziffert und mit Mensch und Schimpanse verglichen. Der Rhesusaffe teilt demnach etwa 97,5 Prozent seiner Gene mit diesen beiden Primaten. Von der Kenntnis des Affenerbguts versprechen sich die Wissenschafter eine bessere Erforschung von Krankheiten des Menschen.

Aidsforschung
Der Rhesusaffe (Macaca mulatta) gilt als wichtigstes Versuchstier in der Aidsforschung. Aber auch für andere Infektionen und Erbkrankheiten können die Erkenntnisse nützen. So stießen die Forscher im Affenerbgut auf Gene, die im gesunden Zustand wie die kranken Gene von Menschen aussehen, etwa bei der erblichen Stoffwechselstörung Fölling-Krankheit.

Dritter Primat mit entziffertem Erbgut
Der Rhesusaffe ist nach Mensch und dessen nächstem Verwandten, dem Schimpansen, der dritte Primat, dessen Erbgut entziffert ist. Mensch und Schimpanse teilen 99 Prozent ihrer Gene.

(APA)

13.4.2007 17:40