Kann Österreich Kyoto-Zielsätze erfüllen?Derzeit Emissionen so hoch wie noch nie
- NGOs fürchten: Maßnahmen sind nicht ausreichend
- PLUS: Kinder tragen Hauptlast des Klimawandels

·INFO-Grafik: CO2-
Ausstoß in Österreich
Durchschnittliche 13%- Reduktion als Kyoto-Ziel
·Kinder tragen Haupt-
last des Klimawandels
Tod, Krankheit, Hunger, Obdachlosigkeit drohen
·Gletscher drohen rasch zu schrumpfen
Alpenraum reagiert sensibler als erwartet
·Klimawandel: Für 10 Regionen wird es eng
Himalaja, Korallenriffe, Amazonas-Becken dabei
·Klimaschutz privat: Ganz leicht CO2 sparen
NEWS: 20 Tipps gegen drohenden Öko-Kollaps
·25 Promis über ihr Klimaschutzprogamm
NEWS: Was Vertreter von
Politik & Society alles tun
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·Österreichs Gletscher
gehen stark zurück
Im Vorjahr im Schnitt ganze 15 Meter verloren
·Regionale Folgen des
globalen Klimawandels
Weniger Trinkwasser & höherer Meeresspiegel
Schon in acht Monaten wird es für die Kyoto-Staaten ernst: Im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 müssen die Treibhausgas-Emissionen auf den vereinbarten Zielwert gesenkt werden. Auf Österreich wartet dahingehend noch viel Arbeit!
Österreich hat sich im Rahmen des UNO-Übereinkommens verpflichtet, seine Emissionen im Vergleich zu 1990 um 13 Prozent zu senken.
Der Weg dorthin ist aus derzeitiger Sicht noch weit, denn in den vergangenen Jahren steigerte sich das Aufkommen der Treibhausgase sogar noch weiter, anstatt zurückzugehen.
Negative Rekorde
Die aktuellsten Zahlen aus 2005 bescherten dem Umweltminister ungewollte Rekorde: Wie aus dem im Februar präsentierten Umweltbundesamts-Bericht hervorgeht, lag der Ausstoß bei 93,2 Millionen Tonnen, was der bisherige Höchststand ist, wie der verantwortliche Ressortchef Josef Pröll (V) einräumen müsste. Hält der Trend an, wird es für die Erfüllung des heimischen Zieles knapp: Im Durchrechnungszeitraum 2008 bis 2012 dürfen jährlich im Durchschnitt nur 67 Millionen Tonnen emittiert werden.
Die Klimastrategie
Die Bundesregierung will das Ruder nun mit den Maßnahmen der Ende März im Ministerrat beschlossenen Klimastrategie herumreißen: Vorgesehen ist darin etwa die Einrichtung eines mit 500 Millionen Euro dotierten Klimafonds, eine Erhöhung der Mineralölsteuer (Möst) um drei Cent bei Benzin und fünf Cent bei Diesel pro Liter und ein noch höherer Zukauf so genannter grüner Emissionszertifikate aus dem Ausland im Ausmaß von neun Millionen Tonnen.
Nicht nur Umweltorganisationen und die Opposition fürchten allerdings, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden: Die EU-Kommission hat den Entwurf für den nationalen Allokationsplan Anfang des Monats für den Emissionshandel abgelehnt, unter anderem weil sie die Erreichung des österreichischen Kyoto-Zieles in der Strategie nicht gewährleistet sah. Das Papier sei "ein Schritt in die richtige Richtung", gestand Umweltkommissar Stavros Dimas den Österreichern Anfang des Monats zwar zu. "Der vorgeschlagene Plan (für die Zuteilung der CO2-Zertifikate zusammen mit der neuen Strategie reicht aber nicht aus, um die Erreichung des nationalen Kyoto-Ziels sicherzustellen", stellte der Kommissar klar.
(APA)
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