Montag, 9. April 2007

Dicke Luft zwischen den USA und China:
Handelskonflikt verschärft sich weiter

  • Beschwerden vor der WTO wegen Produktpiraterie

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China verschärft sich weiter. Die US-Regierung kündigte zwei Beschwerden vor der Welthandelsorganisation WTO gegen Peking an, die sich gegen Produktpiraterie und aus US-Sicht unzureichenden Marktzugang für ausländische Medienprodukte richten.

Chinesische Gesetze erlaubten nach wie vor "Produktpiraterie und Marktfälschung im großen Stil", sagte die US-Handelbeauftragte Schwab. Zudem behindere Peking durch strikte Kontrolle das Recht von Unternehmen, Bücher, Magazine, Kinofilme, Musik und Videos zu importieren.

In beiden Fällen streben die USA den Angaben zufolge eine Streitbeilegung an, der erste Schritt zur Lösung von Handelsstreitigkeiten im Rahmen der WTO. Die USA würden einen Dialog mit China zur Lösung der strittigen Punkte begrüßen, sagte Schwab.

Washington hatte erst vor wenigen Wochen vor der WTO eine Beschwerde gegen China wegen angeblich illegaler Subventionen eingereicht. Zudem erhoben die USA Zölle auf bestimme chinesische Papierprodukte. Das amerikanische Handelsdefizit mit China war im vorigen Jahr auf einen Rekordwert von 233 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Die USA sind der größte Auslandsmarkt für chinesische Güter. US- Politiker machen die billige chinesische Konkurrenz für den Verlust tausender US-Jobs verantwortlich.

(apa/red)

9.4.2007 21:07

pixel