Dienstag, 10. April 2007

Pöck denkt nur an die erste Playoff-Runde: Rangers gehen als Underdogs in heiße Phase

  • New Yorker haben seit '97 keine Serie überstanden
  • Zum Auftakt warten die unberechenbaren Thrashers

Sieben Saisonen lang waren die New York Rangers nur Zuschauer, wenn es in der NHL in die Entscheidung ging. Im Vorjahr schaffte der Glamour-Klub erstmals seit 1997 wieder den Einzug ins Playoff, schied aber in der ersten Runde gegen die New Jersey Devils sang- und klanglos mit 0:4 aus. Am Donnerstag starten die Rangers mit dem Kärntner Verteidiger Thomas Pöck gegen die Atlanta Thrashers ins Playoff 2006/07. Das Ziel ist klar: Die Rangers wollen erstmals seit zehn Jahren wieder eine Playoff-Runde überstehen.

Während sich die Buffalo Sabres mit dem Österreicher Thomas Vanek als erster Klub für das Playoff qualifiziert haben, schafften die Rangers erst im letzten Heimspiel den Aufstieg. Die Erwartungen des als Nummer sechs im Osten gesetzten Klubs sind dennoch hoch. "Ich glaube, wir haben eine sehr gute Chance. Wir haben gegen Atlanta immer sehr gut gespielt", meinte Pöck. Zwar haben die Thrashers drei der vier Saison-Duelle gewonnen, allerdings jeweils nur mit einem Tor Unterschied.

Die Rangers bauen nicht zuletzt auf die beiden mehrfachen Stanley Cup-Sieger Jaromir Jagr und Brendan Shanahan, die jeweils mehr als 600 NHL-Tore auf ihrem Konto haben, sowie ihren schwedischen Schlussmann Henrik Lundqvist. Der zuletzt angeschlagene Stürmer Marcel Hossa sollte wieder fit sein, Verteidiger Karel Rachunek wird Cheftrainer Tom Renney allerdings wohl noch fehlen.

Endlich ein Fixplatz in der Verteidigung
Pöck, der seit Mitte Februar alle Spiele absolviert hat, dürfte seinen Platz fix haben. Auf ihn und seine Abwehr-Kollegen wird bei gegnerischen Offensiv-Kalibern wie Marian Hossa, Ilja Kowaltschuk, Keith Tkachuk oder Slawa Kozlow einige Arbeit zukommen. "Wichtig wird sein, dass wir defensiv sehr gut spielen und nur wenige Strafen nehmen. Atlanta hat offensiv sehr gute Spieler. Da wird es im Powerplay eng", sagte Pöck.

Er selbst hat zwiespältige Erinnerungen an Atlanta: Im Vorjahr erzielte er gegen die Thrashers seinen einzigen Saisontreffer, beim jüngsten Gastspiel in Georgia im März wurde ihm die Nase gebrochen. "Ist aber schon wieder verheilt", so der Kärntner.

Am Montag gab es eine längere Besprechung, bei der es Videos von den Atlanta-Spielen zu sehen gab. Zudem erhält jeder Spieler einen "Scouting-Report" von fünf, sechs Seiten über Stärken und Schwächen von jedem Atlanta-Spieler und von der Mannschaft als Ganzes.

Bei frühem Playoff-Aus geht's ab zur WM
Die Rangers spielen zunächst zweimal (Donnerstag und Sonntag) auswärts, ehe es am Dienstag und Mittwoch nächster Woche in den Madison Square Garden von New York geht. "Vom Gefühl her glaube ich , dass wir gewinnen werden", sagt Pöck.

Falls sich seine Hoffnung erfüllt und die Rangers erstmals seit 1997 wieder eine Playoff-Runde überstehen würden, würde er definitiv für die Eishockey-WM ab 27. April in Moskau ausfallen.

Sollte allerdings in der ersten Playoff-Runde und damit spätestens am 23. April Endstation sein, könnte der Verteidiger das Team von Jim Boni noch rechtzeitig verstärken.

(apa/red)

10.4.2007 10:53