Mittwoch, 11. April 2007

Nur Sportclub besser als ManU: Ferguson erlebte in Manchester "fantastische Nacht"

  • Höchste italienische EC-Schlappe gab's gegen Wiener
  • Chelsea komplettierte perfekten englischen CL-Abend

Manchester United hat sich mit einer eindrucksvollen Darbietung ins Semifinale der Fußball-Champions-League und gleichzeitig auch zu einem heißen Titelanwärter auf den Gewinn der Eliteliga geschossen. Die Elf von Coach Alex Ferguson fegte im heimischen Old Trafford über AS Roma mit 7:1 hinweg, was den Schotten in Lobeshymnen ausbrechen ließ.

"Es war die großartigste Nacht in einem europäischen Bewerb", schwärmte Ferguson, der bei über 200 Europacup-Partien von ManU auf der Bank saß und die "Red Devils" auch beim denkwürdigen Final-Sieg 1999 gegen die Bayern betreute. "Das Ergebnis ist unerwartet, aber die Qualität unseres Spiels war sehr hoch. Als wir die ersten zwei, drei Tore geschossen haben, hat man gespürt, dass etwas Großes entstehen könnte", jubelte der Trainer. "Es war einfach nur eine fantastische Leistung, für so etwas gibt es keine andere Beschreibung."

Nur Wiener Sportclub mit höherem Sieg
Rooney, Ronaldo und Co., die es nun mit dem Sieger aus Bayern - Milan zu tun bekommen, sorgten damit für den höchsten Sieg in der K.o.Phase der Champions League, die höchste Europacup-Niederlage überhaupt von Roma und die zweithöchste Schlappe einer italienischen Mannschaft auf internationaler Ebene: Unerreicht ist in dieser Beziehung noch immer das 7:0 des Wiener Sportclubs gegen Juventus in der ersten Meistercup-Runde 1958/59.

So wie Italien nach dem Roma-Out ist auch Spanien durch die 1:2-Heimniederlage gegen Chelsea im Semifinale nicht mehr vertreten. Dafür ist die Dominanz der englischen Klubs - zur Freude von Chelsea-Coach Jose Mourhinho - beeindruckend. "Jeder Chelsea-Fan, jeder englische Fan sollte darauf stolz sein. Das ist großartig für den englischen Fußball."

Mourinho von Team-Moral beeindruckt
Bei allem Jubel über die englische Dominanz vergaß der Portugiese nicht, seine eigene Mannschaft hervorzuheben. "In der Pause waren wir noch ausgeschieden, da habe ich den Spielern gesagt, dass sie mental stark sein müssen. In der zweiten Hälfte waren wir dominant, da war nur noch eine Mannschaft auf dem Platz, und das war Chelsea", erklärte Mourinho.

Sonderlob vom Trainer gab es für Michael Essien, der wenige Sekunden vor Schluss den Siegestreffer erzielte, aber im ersten Semifinale wegen einer Gelb-Sperre fehlt. "Er kann ewig laufen und jeden Tag ein Match spielen. Er ist ein unglaublicher Athlet", sagte Mourinho, der den Ghanaer in der zweiten Hälfte rechts in der Viererkette eingesetzt hatte. (apa/red)

11.4.2007 14:00