Ried gewinnt das Oberösterreich-Derby: Drechsel-Doppelpack vernichtet Pasching
- Fußball auf Sparflamme: Paschinger viel zu zahm
- Ried setzt sich in der Tabelle vor den "Lokalrivalen"

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Helmut Kraft hat das Tiroler Trainer-Duell mit Didi Constantini im vielleicht letzten oberösterreichischen Derby mit Paschinger Beteiligung für sich entschieden. Die SV Ried feierte im abschließenden Spiel der 28. Runde einen 2:1-Heimerfolg über den FC Superfund Pasching und verdrängte den punktegleichen Lokalrivalen auf Grund des besseren Torverhältnisses vom vierten Tabellenplatz. Auf Rapid und Rang drei, der zur Teilnahme an der UEFA-Cup-Qualifikation berechtigt, fehlt den Innviertlern ein Zähler.
Kapitän Herwig Drechsel erzielte aus einem direkten Freistoß (30.) und einem Foul-Elfmeter (50.) die Tore der Gastgeber, die im sechsten Versuch den ersten Meisterschafts-Heimsieg gegen die Paschinger einfuhren und sich für die 1:3-Auswärtsniederlage vom vergangenen Wochenende revanchierten. Es war erst der insgesamt zweite Erfolg der Rieder im zwölften Aufeinandertreffen mit der Superfund-Truppe, die Oberösterreich im Sommer möglicherweise Richtung Kärnten verlassen könnte.
5.400 Zuschauer im Fill-Metallbau-Stadion konnten sich 30 Minuten lang bei strahlendem Sonnenschein der Sonntag-Nachmittags-Lethargie hingeben. Zwei Freistöße von Ketelaer (3.,18.) und einer von Drechsel (17.) waren in dieser Phase die Höhepunkte. Ein direkter Freistoß aus rund 20 Metern Entfernung vom Kapitän der Rieder war es auch, der die Hausherren in Führung brachte. Drechsel (30.) zirkelte den Ball flach um die außerordentlich schlecht postierte Mauer der Paschinger. Der zentral stehende Torhüter Schicklgruber zeigte keine Reaktion.
Elfertor im zweiten Versuch
Wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff sorgte Chiquinho (45.) für die beste Offensivaktion der Gäste in der ersten Hälfte, sein scharf angeschnittener Weitschuss verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Nach dem Seitenwechsel dauerte es dann nur vier Minuten bis zur Vorentscheidung. Ortlechner riss Damjanovic im Strafraum zu Boden und sah dafür die Gelbe Karte.
Schiedsrichter Plautz entschied zu Recht auf Elfmeter, den Drechsel (50.) im zweiten Versuch - Plautz ließ den Strafstoß wiederholen - zum 2:0 und zu seinem 10. Saisontor verwandelte.
In der Schlussphase lenkte Hans-Peter Berger einen Schuss des stärksten Paschingers Chiquinho (74.) an die Querlatte. Salihi (77.) vergab auf der anderen Seite eine gute Kopfball-Gelegenheit. Der eingewechselte Ried-Legionär Seo (89., 92.) vollbrachte dann noch das Kunststück, das Tor zweimal jeweils völlig unbedrängt und aus knapp fünf Metern Entfernung zu verfehlen.
Für den Schlusspunkt sorgte allerdings Gilewicz (93.), der den starken Hans-Peter Berger aus kurzer Distanz zum 1:2-Endstand bezwang.
(apa/red)
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