Dienstag, 10. April 2007

Auch die Admira will Millionen vom GAK: Lizenz mit falschen Unterlagen erreicht?

  • Admira: Würden statt GAK in der Bundesliga spielen
  • Südstädter fordern 3,681 Mio. Euro Schadenersatz

Abseits der Schadenersatzforderungen auf Grund des "Falls Kimoni" von ÖFB und Klubs der Bundesliga droht dem insolventen GAK jetzt auch aus der Red-Zac-Erste-Liga Gefahr. Denn die Admira hat finanzielle Forderungen in der Höhe von 3,681 Mio. Euro Richtung GAK gestellt.

Nach Ansicht der Niederösterreicher müsste der letztjährige Absteiger Admira in der laufenden Saison nach wie vor in der obersten Spielklasse spielen, da die GAK-Lizenz für die Meisterschaft 2006/07 nur auf Grund "unrichtig dokumentierter wesentlicher Finanzunterlagen" erreicht wurde.

Besonders brisant ist die Sache also deshalb, weil die Forderungen nicht an den "Fall Kimoni", also die Gefahr des ÖFB-Europacup-Ausschlusses, gekoppelt sind. Diese Forderungen in Millionenhöhe vom ÖFB und den Klubs sind nur "bedingte Forderungen", die nur im Falle von Sanktionen auf Grund der Nicht-Umsetzung des FIFA-Sechs-Punkte-Strafurteils gegen die Grazer schlagend werden würden. Im Falle der Admira-Forderung, die beim LG Graz eingebracht wurde, trifft dies aber nicht zu.

Ungereimtheiten und Ungleichbehandlungen
Admira und Klub-Präsident Majid Pishyar wollten eigentlich "die Ungereimtheiten und Ungleichbehandlungen erst nach Ablauf der Meisterschaft und nach Bewältigung der existenzgefährdeten Schädigungen durch die Fehlurteile im Lizenzierungsverfahren aufzeigen, aufarbeiten und einer Klärung in gemeinsamen partnerschaftlichen Gesprächen mit der ÖBL zuführen".

Allerdings hätten sich die Ereignisse überschlagen, "jegliche Rechtssicherheiten im heimischen Fußball scheinen verloren zu gehen und rechtliche Verfristungen würden drohen". Deshalb sei man bereits zum jetzigen Zeitpunkt zum Handeln gezwungen.

"Ziel ist es, dass die Tatsachen und Wahrheiten des letztjährigen Lizenzierungsverfahren auf den Tisch kommen, Ursachen und Wirkung aufgezeigt werden, wodurch Admira eigentlich vom Opfer zum Täter in der öffentlichen Meinung wurde", hieß es in einer Aussendung der Admiraner.

(apa/red)

10.4.2007 12:54