Salzburgs Zickler-Ersatz zeigte ungeahnte
Qualitäten: Lokvenc traf gegen Sturm 2 Mal
- Tscheche strafte Kritiker mit Doppelpack Lügen
- Grazer blicken bereits optimistisch auf das Rückspiel
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Auch nach der unfreiwilligen Pause des verletzten Alexander Zickler darf Spitzenreiter Red Bull Salzburg im letzten Meisterschaftsviertel scheinbar auf einen Torjäger bauen. Vratislav Lokvenc, bisher klar im Schatten seines deutschen Teamkollegen, stellte beim 3:1-Heimsieg der "Bullen" gegen Sturm Graz mit zwei Treffern und einer Torvorlage ungeahnte Qualitäten unter Beweis.
Der tschechische Ex-Internationale strafte mit seinem Doppelpack jene Kritiker, die ihn als zu ineffektiv bezeichnet hatten. Erst im Dezember des Vorjahres hatte der 33-Jährige nach eineinhalb Jahren in Österreich seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielt. Im Winter wollte Lokvenc den Klub bereits verlassen, allein die Angebote blieben aus.
"Habe meine Chance genützt"
Trotz seiner Gala blieb der stoisch wirkende Tscheche bescheiden. "Ich habe meine Chance genützt. Viel wichtiger sind aber die drei Punkte gegen Sturm und die 16 Punkte Vorsprung in der Tabelle", meinte Lokvenc nach dem Spiel. Über seine ungewisse Zukunft bei den Mozartstädter wollte der 1,96-m-Riese nichts sagen: "Ich weiß, was ich kann. In den kommenden 14 Tagen werden mein Berater und ich mit dem Klub meine Zukunft regeln."
Kapitän Niko Kovac beschäftige sich nach dem 11. Sieg im 14. Heimspiel der Saison hingegen noch einmal mit dem Cup-Umfaller gegen Mattersburg (2:3 n.V.) und den darauf folgenden Zweifel an der Fitness der Salzburger. "Die Niederlage war keine Fitnessangelegenheit, sondern eine reine Kopfsache. Wir haben gezeigt, dass wir auch anders auftreten können", meinte der Kroate. "Ich war nach dem 0:1 sicher, dass wir gewinnen."
Optimismus in Graz
Beim unterlegenen Grazer Tabellenschlusslicht hakte man das Spiel schnell ab. "Salzburg war die bessere Mannschaft. In der ersten Hälfte sind wir nicht ins Spiel gekommen, sind zu tief gestanden", analysierte Christoph Leitgeb. Der Jung-Teamspieler, der auf der Salzburger Wunschliste ganz oben stehen soll, richtete den Blick schon auf das Retourspiel. "Daheim holen wir uns die Punkte wieder zurück." Der Optimismus scheint nicht unbegründet: Im Herbst kassierte der Meister in spe in der Steiermark eine 1:2-Niederlage.
Red Bull Salzburg - SK Sturm Graz 3:1 (2.1)
Salzburg, Wals-Siezenheim, 15.000, SR Grobelnik
Torfolge:
0:1 (26.) Leitgeb
1:1 (30.) Lokvenc
2:1 (37.) Pitak
3:1 (49.) Lokvenc
Salzburg: Ochs - Dudic, Meyer, Linke (59. Miyamoto), Alex - Vonlanthen (91. Vujic), Aufhauser, N. Kovac, Jezek (87. Steinhöfer) - Pitak - Lokvenc
Sturm: Gratzei - Lamotte, Prödl, Verlaat, Prettenthaler - Krammer, Ledwon, Leitgeb, Lindschinger (66. G. Säumel) - Rauter (66. Kreimer), Haas (36. Peric)
(apa/red)
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