Klien-Rennstall bemüht sich um "Superhirn"
Brawn: Honda will ehemaligen Ferrari-Mann
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Honda, das Formel-1-Team des Österreichers Christian Klien, will wegen des alarmierend schwachen Saisonstarts "Superhirn" Ross Brawn reaktivieren. Der Brite, der als technischer Direktor zusammen mit Michael Schumacher und Jean Todt Ferrari von 2000 bis 2004 zu einer einmaligen Siegesserie verholfen hat und sich derzeit eine Auszeit gönnt, soll den Japanern bald auf die Sprünge helfen.
Der heuer in den Farben der Erdkugel lackierte Honda RA107 hat ganz offensichtlich große aerodynamische Schwächen, weshalb die erfahrenen Stammpiloten Jenson Button (120 WM-Läufe) und Rubens Barrichello (135) in den ersten beiden WM-Läufen der Saison 2007 noch keinen Top-Ten-Platz geschafft haben. Button hatte im Vorjahr beim Ungarn-Grand Prix auf Honda seinen Debüt-Sieg gefeiert, der frühere Ferrari-Pilot Barrichello hat schon neun Siege auf dem Konto.
Der ehemalige Red-Bull-Pilot Klien ist seit heuer Testfahrer und erster Ersatzpilot des in Brackley/England ansässigen Honda-Teams und hatte in Malaysia selbst von großen Problemen gesprochen. Besonders beim Anbremsen von Kurven ist das Auto laut Klien sehr instabil. Selbst das angeblich mit dem Vorjahres-Honda und dem gleichen Motor fahrende Newcomer-Team Super Aguri ist bisher praktisch gleich gut.
Deshalb hat bei Honda nun Teamboss Nick Fry die Initiative ergriffen und Brawn privat kontaktiert, berichtete die Motorsport- Fachseite autosport.com. Brawn soll für eine längerfristige Zusammenarbeit gewonnen werden, obwohl bisher vielfach angenommen worden war, dass der 50-Jährige nach einem Comeback wieder für Ferrari arbeiten würde. Bei Honda kriselt es seit dem Weggang von Technikchef Geoff Willis im Vorjahr. Fry wollte Gespräche mit Brawn nicht bestätigen, meinte aber: "Er wäre für jedes Team eine enorme Bereicherung."
(apa/red)
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