Le Pen legt Sarkozy Kandidaturverzicht nahe: Grund sind dessen ungarische Wurzeln
- 'Sarkozy stolz Ungar zu sein, ich bin stolzer Franzose'
- "Das ist mein Empfinden, besitze mehr Feingefühl"
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Die ungarische Abstammung des konservativen französischen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy (UMP) sollte diesen dazu veranlassen, sich "spontan" aus dem Rennen um den Élysée-Palast zurückzuziehen. Das erklärte der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Jean-Marie Le Pen (FN) im Fernsehsender "France-2".
"Der Staatschef hat eine historische, geistige Dimension, die nicht genau jene eines herkömmlichen Politikers ist. Herr Sarkozy sagt, stolz darauf zu sein, Ungar zu sein, aber ich bin stolz darauf, französischer Herkunft zu sein", betonte der FN-Chef.
"Wäre ich Ungar französischer Herkunft, würde es mir nie in den Sinn kommen, mich als Kandidat für die Präsidentschaft der ungarischen Republik vorzustellen. Das ist eben mein Empfinden, ich besitze mehr Feingefühl", meinte Le Pen, fügte allerdings hinzu, dass er nicht für eine gesetzliches Verbot der Kandidatur von Franzosen ausländischer Herkunft für den Élysée-Palast eintrete.
Le Pen hat seit einer Woche bereits mehrmals den Umstand unterstrichen, dass Sarkozys Vater gebürtiger Ungar war und seine Mutter griechisch-jüdischer Herkunft. Der Vater des UMP-Chefs, Nicolas Pal Stéphane Nagy-Bocsay Sarközy, hatte Ungarn 1948 verlassen. Sarkozy hatte das Dorf Alattyan, aus dem seine Familie stammt, bereits vor 13 Jahren als Bürgermeister des Pariser Nobelvororts Neuilly-sur-Seine besucht und sich bei diesem Anlass für die Wurzeln seiner Familie interessiert. Seit Beginn des französischen Präsidentschaftswahlkampfs betont Sarkozy allerdings ständig, er sei Franzose und nicht Ungar, um das heikle Thema aus dem Weg zu räumen.
(apa/red)
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