Le Pen bietet Sarkozy Gespräche an: Sieht
"Punkte einer möglichen Übereinstimmung"
- "Höflichkeit" gegenüber der extremen Rechten
- Könnte für Sarkozy vor 2. Runde wichtig werden
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Der Chef der französischen rechtsextremen "Nationalen Front" (FN), Jean-Marie Le Pen, hat dem Chef der bürgerlich-konservativen Mehrheitspartei UMP, Nicolas Sarkozy, Gespräche angeboten. Er habe "von vornherein" keine Vorbehalte gegen Sarkozy und sehe "Punkte einer möglichen Einigung und Übereinstimmung", sagte Le Pen der konservativen Pariser Tageszeitung "Le Figaro". Anders als der amtierende Präsident Jacques Chirac habe sich der Ex-Innenminister gegenüber der FN zudem "höflich" verhalten.
Für Sarkozy könnte Le Pen vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl wichtig werden. Experten rechnen damit, dass viele Wähler der fremdenfeindlichen FN nach einem Ausscheiden Le Pens in der ersten Runde zu Sarkozy wechseln könnten. Der 78-jährige Le Pen tritt zum fünften Mal bei einer Präsidentschaftswahl an. 2002 hatte er es angesichts der Zersplitterung der Linken überraschend in die Stichwahl gegen Chirac geschafft, musste sich dann aber mit 17,8 Prozent der Stimmen klar geschlagen geben. Derzeit steht er in den Umfragen an vierter Stelle.
Sarkozy versucht erklärtermaßen, Le Pen Wähler abspenstig zu machen. Auch er vertritt eine harte Linie bei den Themen Kriminalitätsbekämpfung und Einwanderung. Anders als der FN-Chef verlangt er aber keinen sofortigen Stopp der Einwanderung, sondern schlägt Quoten und die Auswahl von Einwanderern nach beruflicher Qualifikation vor.
(apa/red)
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