Lasset die Spiele beginnen: Royal, Sarkozy, Bayrou & Co. dürfen offiziell wahlwerben
- Frankreich: Ab jetzt herrscht Präsidentenwahlkampf
- Kampf um jede Stimme: Millionen Unentschlossene
·Vor Wahl: Sarkozy sorgt für Empörung
Sager in Magazin: Mensch
als Pädophiler geboren?
·F: Noch keine Spur von "Rien ne va plus"
Offenes Rennen zwischen
Royal, Sarkozy & Bayrou
·Frankreich: Linker Lichtblick Besancenot
Antiwirtschaftsliberale mit
Problemen im Wahlkampf
·Präsidentschaftswahl 2007: Die Kandidaten
Steckbriefe der zwölf Bewerber in Frankreich
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zur Macht in der Hand
Liberaler Hobby-Bauer für
Stichwahl entscheidend
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und Angstmacher
Viele Franzosen finden Sarkozy beunruhigend
·Segolene Royal: Eine Story wie im Märchen
Auf dem Weg zur ersten Präsidentin Frankreichs
·GRAFIK: Frankreichs Regierungssystem
INFOS: Der Zeitplan zur Präsidentenwahl 2007
·Frankreich: Stichwahl
um Präsidentenamt
MITVOTEN: Sarkozy oder
Royal - Wer wird siegen?

In Frankreich hat nach den gesetzlichen Vorschriften die offizielle Phase des Wahlkampfes für die Wahl des Staatspräsidenten begonnen. Die zwölf vom Verfassungsrat zugelassenen Kandidaten dürfen nun vor den 85.000 Wahlbüros plakatieren. Der Plakatauftrag im Wert von etwa drei Millionen Euro ging an die US-amerikanische Firma Clear Channel, der "Nummer 1" auf dem Weltmarkt. Fernsehen und Radios strahlen die kurzen Wahlkampfspots der Kandidaten nach einem präzise festgelegten Schlüssel aus. Jeder Bewerber hat im öffentlichen Fernsehen und Radio 45 Minuten "Redezeit", die er in Minuten-Clips aufteilen muss.
Den Anfang machte der radikale Bauernführer und Globalisierungskritiker José Bové. Mit der Realisierung seines Werbefilms hatte er den Humoristen Karl Zero betraut.
Der erste Wahlgang findet am 22. April statt, die Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Kandidaten zwei Wochen später, am 6. Mai. Weniger als zwei Wochen vor der Präsidentenwahl wissen etwa 18 Millionen Wahlberechtigte noch nicht, welchem der 12 Kandidaten sie am 22. April ihre Stimme geben werden. Diesen sehr hohen Anteil von Unschlüssigen - rund 42 Prozent der Wahlberechtigten - zeigten zwei am Ostersonntag veröffentlichte Umfragen. Nach den Umfragen liegt der konservative UMP-Chef Nicolas Sarkozy weiter vor der Sozialistin Ségolène Royal. Dahinter folgen der zentrumsbürgerliche Politiker Francois Bayrou sowie der Chef der rechtsextremen Nationalen Front (FN), Jean-Marie Le Pen.
Seit dem 20. März waren die Medien bereits verpflichtet, den Kandidaten die gleiche Sprechzeit zuzugestehen, allerdings sind nun auch die politischen Kommentare von der Zeitberechnung betroffen. Überdies müssen nun auch die Sendezeiten berücksichtigten werden, während es bisher möglich war, die "kleinen" Kandidaten erst zu späten Abendstunden auftreten zu lassen, die Favoriten dagegen in der Prime-Time. Dieses Prinzip der strikten Gleichheit gilt auch in den zwei Wochen zwischen dem ersten Durchgang und der Stichwahl.
(apa/red)
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