2. Ultimatum der Entführer von Deutschen abgelaufen: Irak-Geisel-Schicksal ungewiss
- Bundeswehr solle sich aus Afghanistan zurückziehen
- Auch Österreich wegen Afghanistan-Einsatz kritisiert
·Die Geiselnehmer-Botschaft im Wortlaut
Entführer beauftragten Übersetzung auf Deutsch
·Irak-Geisel mit Appell an Österreich
"profil": Deutsche war in Außenhandelsstelle tätig
·Deutsche Regierung berät über Geiselvideo
Auch Drohung gegen Österreich aufgetaucht
Das zweite Ultimatum der Entführer zweier Deutscher im Irak ist in abgelaufen. Das Schicksal der vor zwei Monaten verschleppten Geiseln blieb weiter ungewiss. Das Auswärtige Amt hatte in Berlin erklärt: "Der Krisenstab bleibt intensiv um die Freilassung und die unversehrte Rückkehr der beiden Deutschen zu ihren Familien bemüht." Der Stab tage die ganze Woche, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.
Die Kidnapper hatten der deutsche Regierung in der vergangenen Woche zum zweiten Mal ein Ultimatum gestellt: Sie drohten mit der Ermordung der 61-jährigen Hannelore Krause und ihres 20-jährigen Sohnes Sinan, falls die Bundeswehr nicht innerhalb von zehn Tagen aus Afghanistan abgezogen werde. Bereits am 10. März hatten sie in einer Videobotschaft über das Internet eine ähnliche Forderung gestellt.
Auch Österreich wurde wegen des Afghanistan-Einsatzes von Bundesheer-Offizieren in dem Video kritisiert. Krause hatte früher für den österreichischen Handelsdelegierten in Bagdad gearbeitet.
Krause und ihr Sohn waren am 6. Februar in Bagdad verschleppt worden. Am 14. März hatte der deutsche Präsident Horst Köhler in einer Videobotschaft an die Geiselnehmer appelliert, ihre beiden Opfer freizulassen.
(apa/red)
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