Explosion in der Cafeteria des irakischen Parlaments: Mindestens acht Todesopfer
- Zehn Tote bei Anschlag auf Tigris-Brücke in Bagdad
·Fotograf seit 1 Jahr in US-Militärgefängnis
Wird ohne Anklage & Be- weis im Irak festgehalten
·US-Soldaten länger im Irak & Afghanistan
Statt bisher 12 nun 15 Monate Auslandseinsatz
·Hoher Blutzoll bei Kämpfen in Bagdad
Radikale Schiiten drohen mit Regierungsaustritt
·Irak: Massenproteste gegen US-Besatzung
Vier Jahre nach Saddams Sturz: Morden geht weiter
·Britische Soldaten doch bis 2012 im Irak?
Geheimbericht steht im Gegensatz zu Blair-Plänen
·Irak: Iraner wirft
US-Armee Folter vor
USA dementieren jegliche
Folter und Entführungen
·Irak: Bush schickt mehr Nationalgarde
Will Lücken in Reihen der regulären Armee füllen
·Terror-Krieg erhöht
Anschläge-Gefahr
USA als Bedrohung für Weltfrieden angesehen
·Ereignisse im Irak seit der US-Invasion
KLICKEN: Chronologie
der wichtigsten Eckpunkte
Bei der Explosion einer Bombe im irakischen Parlamentsgebäude in der schwer gesicherten Grünen Zone in Bagdad sind acht Menschen getötet worden, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie der Pressesprecher des Parlaments mitteilte. Die Explosion habe sich in der Cafeteria ereignet, wo einige Abgeordnete zu Mittag aßen.
Bei einem der Toten handle es sich um den sunnitischen Abgeordneten Mohammed Awad, erklärte Saleh al Mutlak, der Vorsitzende der Front für den nationalen Dialog. Diese hat elf Sitze im irakischen Parlament. Eine Abgeordnete seiner Partei sei verletzt worden, sagte al Mutlak. Aus Sicherheitskreisen hieß es, ein schiitischer Abgeordneter sei ebenfalls getötet worden.
Der Anschlag war ein schwerer Schlag für die Sicherheitsvorkehrungen in der irakischen Hauptstadt, wo irakische und amerikanische Soldaten im dritten Monat in einer Sicherheitsoffensive gegen die Aufständischen vorgehen. Es gab aber offenbar Warnungen vor einem Anschlag. Die Sicherheitskräfte des Parlaments setzten Spürhunde bei den Kontrollen an den Eingängen ein, was sonst nur selten geschieht.
Bush verurteilt Anschlag auf "Symbol der Demokratie"
US-Präsident George W. Bush hat den Anschlag auf das irakische Parlament scharf verurteilt. Er "erinnert daran, dass es einen Feind gibt, der willens ist, Bomben gegen unschuldige Menschen und das Symbol der Demokratie einzusetzen", sagte Bush in Washington. Es seien die selben Leute, "die kommen möchten und auch unschuldige Amerikaner töten wollen", so der Präsident. "Meine Botschaft an die irakische Regierung heißt: Wir stehen zu Euch."
Zehn Tote bei Anschlag auf Tigris-Brücke in Bagdad
Am Vormittag hatte sich in der Hauptstadt auf einer Brücke über den Tigris ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Er riss zehn Menschen mit in den Tod. Mehrere Autos stürzten laut Augenzeugen mit Insassen in den Fluss, ebenso Teile der Brücke, die seither unpassierbar ist.
Die US-Armee teilte mit, amerikanische Soldaten hätten in der Nähe der irakischen Stadt Haditha zwei "Terroristen" getötet. Bei Razzien am frühen Morgen seien in Haditha, Bagdad und Karma insgesamt 17 Verdächtige gefasst worden. Zuvor hatte das US-Militär berichtet, ein amerikanischer Soldat sei bereits am Dienstag im Süden Bagdads von Aufständischen getötet worden. Ein zweiter Soldat wurde den Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt.
Ein Parlamentsabgeordneter der Bewegung des seit Monaten untergetauchten radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr trat unterdessen Spekulationen nach einer Spaltung innerhalb der Bewegung entgegen. "Die Mitglieder der Sadr-Bewegung und der Mahdi-Armee halten immer noch zusammen", sagte Saleh al-Okeili der irakischen Zeitung "Al-Baijina".
Die Mahdi-Armee ist die Miliz der Sadr-Bewegung, die für Mordkampagnen gegen Sunniten verantwortlich gemacht wird. Die US- Armee hatte am Mittwoch nach eigenen Angaben ein Büro der Sadr- Bewegung in der südirakischen Stadt Diwanija durchsucht und dort unter anderem Handgranaten und Material zum Bau von Sprengsätzen gefunden.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
