Rassistische Äußerungen im Radio: US-Sender nimmt Talkshow aus dem Programm
- Kabelsender MSNBC distanzierte sich von Talkmaster
- Bezeichnete schwarze Frauen als 'kraushaarige Huren'
Der US-amerikanische Kabelsender MSNBC hat sich vom populären US-Talkmaster Don Imus nach dessen rassistischen Äußerungen distanziert. Seine tägliche Talkshow werde aus dem Programm genommen, teilte der Sender in New York mit.
Zuvor hatten zahlreiche Kunden mit der Aufkündigung ihrer Verträge über Fernsehreklame gedroht. Der für seinen Sarkasmus bekannte Talkmaster hatte die schwarzen Frauen in einem Uni-Basketballteam als "nappy-headed ho's" bezeichnet, also als "kraushaarige Huren".
Imus hatte vorher schon ein zweiwöchiges Mikrofon-Verbot beim Radiosender CBS erhalten. CBS sperrte den 66-Jährigen, der seit mehr als 30 Jahren die beliebte Sendung "Imus in the Morning" moderiert, für die nächsten beiden Wochen von seiner eigenen Show aus. Imus' Äußerungen seien "rassistisch und widerlich" gewesen, erklärte der Sender.
(apa/red)
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