Selbstmordattentäterin sprengte sich in
die Luft: Mindestens 14 Todesopfer im Irak
- Attentäterin stand inmitten von Polizeirekruten
- PLUS: Heftige Kämpfe im Zentrum von Bagdad
Bei einem Selbstmordanschlag auf irakische Polizeirekruten hat eine Attentäterin mindestens 14 Menschen mit in den Tod gerissen. 20 Menschen wurden verletzt. Die Täterin begab sich unter rund 200 Personen, die vor dem Eingang der Polizeiwache von Mukdadiyah warteten. Inmitten der Menge zündete sie einen Sprengsatz, den sie unter ihrer schwarzen Abaya - ein langes, lockeres Kleid - versteckt hielt. Mukdadiyah liegt etwa 90 Kilometer nordöstlich von Bagdad.
Im Zentrum von Bagdad flammten inzwischen heftige Kämpfe zwischen US-Soldaten und Aufständischen auf. Bei den Straßenkämpfen in den sunnitischen Stadtteilen Fadhil und Sheik Omar wurden nach Polizeiangaben mindestens vier Bewohner verletzt. Ein US-Kampfhubschrauber wurde vom Boden aus beschossen, stürzte aber nicht ab.
Bei einem Bombenanschlag in Bagdad kamen am Montag drei US-Soldaten ums Leben. Ihre Patrouille sei im Südosten der Hauptstadt unterwegs gewesen, als eine am Straßenrand versteckte Bombe explodiert sei, teilten die US-Streitkräfte am Dienstag mit. Die Einheit war zuletzt vor allem an Razzien gegen Aufständische beteiligt und hatte erst kürzlich fünf Verdächtige gefangen genommen.
In der Umgebung von Tikrit, 130 Kilometer nördlich von Bagdad, nahmen amerikanische und irakische Soldaten in den vergangenen Tagen mehr als 150 mutmaßliche Rebellen gefangen, wie die US-Streitkräfte mitteilten.
(apa/red)
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