Über Stopp des Atomwaffenprogramm:
USA verhandeln jetzt wieder mit Nordkorea
- Gouverneur Richardson zeigt sich zuversichtlich
- Überführung von gefallenenUS-Soldaten auch Thema
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Der demokratische Gouverneur des US-Staates New Mexico und ehemalige Botschafter bei der UNO, Bill Richardson, hat sich zum Auftakt seiner Nordkorea-Reise zuversichtlich im Hinblick auf einen Stopp des Atomwaffenprogramms des Landes gezeigt. Er will sich in Pjöngjang dafür einsetzen, dass die sterblichen Überreste gefallener US-Soldaten aus dem Koreakrieg (1950-53) in die USA überführt werden.
Doch von den Gesprächen werden auch Hinweise erwartet, ob Nordkorea tatsächlich zur Aufgabe seines Atomprogramms bereit ist. "Ich meine, zum ersten Mal wollen sie wirklich eine Einigung mit den an den sechsseitigen Gesprächen beteiligten Staaten und bessere Beziehungen zu den USA", sagte Richardson, der sich um die demokratische Präsidentschaftskandidatur bemüht, dem Fernsehsender NBC am Sonntag.
An den Sechsergesprächen sind neben den USA und Nordkorea noch Südkorea, China, Japan und Russland beteiligt. Laut NBC stellte das Weiße Haus Richardson Regierungsmitarbeiter zur Seite, die unter anderem sicherstellen sollten, dass er nicht von der offiziellen Linie der USA abweicht.
Politische Beobachter werten Richardsons Besuch auch als Versuch der Demokraten, eine Schattendiplomatie zur Außenpolitik der US-Regierung unter Präsident Bush aufzubauen. Vergangene Woche hatte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, Gespräche in Syrien geführt, obwohl die US-Regierung jeglichen Kontakt zu dessen Führung ablehnt. Damit zog Pelosi scharfe Kritik von Vizepräsident Cheney auf sich.
(apa/red)
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