Protest gegen Haftbedingungen: Dreizehn Guantánamo-Gefangene im Hungerstreik
- Bisher höchste Zahl an Hungerstreikenden in Lager
- "New York Times": Häftlinge werden zwangsernährt

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2006 im Kampf gegen Terrorismus missbraucht
Im umstrittenen US-Lager Guantanamo auf Kuba befinden sich nach Informationen der "New York Times" 13 Gefangene im Hungerstreik und werden zwangsernährt. Die Protestaktion sei vor allem durch die Unterbringung von inzwischen 160 Gefangenen in einem Hochsicherheitstrakt motiviert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Anwälte der Inhaftierten. In diesem "Camp 6" müssten die Gefangenen 22 Stunden täglich in einer fensterlosen Einzelzelle verbringen, in der rund um die Uhr das Licht brenne.
"Wir haben keine Rechte hier, selbst als das Oberste (US-)Gericht sagte, wir hätten Rechte", wurde der Gefangene Majid al-Joudi zitiert, der sich im Hungerstreik befinde. Wenn sich die Politik nicht ändere, würden noch viele andere Gefangene künftig jede Nahrungsaufnahme verweigern. Ein Sprecher des US-Lagers, Robert Durand, bezeichnete die Beschwerden laut der Zeitung als "Propaganda".
In Guantanamo werden rund 390 "feindliche Kombattanten" zum Teil schon seit fünf Jahren ohne Prozess festgehalten. Menschenrechtsorganisationen und Politiker weltweit haben das Lager, in dem die Inhaftierten weder den Status von Kriegsgefangenen haben noch ihnen die zivilen Rechte zugebilligt werden, scharf kritisiert.
(apa/red)
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