Freitag, 13. April 2007

Vorarlberger Lehrer vorläufig suspendiert:
Soll Schülerinnen sexuell belästigt haben

  • Schilderung der Vorkommnisse reichte dazu aus
  • Mädchen auf Reise tätlich und verbal belästigt

Ein Vorarlberger Lehrer, der in Verdacht steht, mehrere Schülerinnen an einem Dornbirner Gymnasiums sexuell belästigt zu haben, ist vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Schul-Landesrat Siegi Stemer bestätigte diesbezügliche Medienberichte. Er habe diese Maßnahme auf Grund der vorliegenden Sachverhalte angeordnet, so der Landesrat, der zugleich amtsführender Präsident des Landesschulrates ist.

Der Lehrer sei nicht mehr zum Unterricht erschienen, sagte der Schul-Landesrat. Die Schilderung der Vorkommnisse reiche aus, um diesen Schritt zu rechtfertigen, erklärte Stemer. Derzeit laufe eine dienstrechtliche Abklärung, eine Sachverhaltsdarstellung sei bereits an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden, erklärte Stemer. "Vorerst ist dazu in der Öffentlichkeit nichts weiter zu sagen", wollte der Landesrat keine näheren Angaben zu den Vorfällen machen. Man habe die Rechtslage, etwa den Datenschutz, zu respektieren und die weitere Abklärung abzuwarten, so Stemer.

Wie bekannt wurde, soll der Pädagoge mehrere Schülerinnen auf einer Sprachreise kurz vor Ostern sowohl verbal als auch tätlich belästigt haben. Der Lehrer war bei den Übergriffen in einem Lokal und auf der Heimreise offenbar alkoholisiert. Alle Lehrer und Schüler seien über die Vorfälle informiert worden und den betroffenen Jugendlichen sei psychologische Betreuung angeboten worden.

(apa/red)

13.4.2007 10:48