Freitag, 13. April 2007

20 Prozent mehr Soldatinnen 2005/2006:
Insgesamt 304 Frauen leisten Heeresdienst

  • Noch stärker nahm Zahl bei Auslandsdienst zu
  • Wehrrechtsänderungsgesetz macht Heer attraktiver

Seit der Öffnung des Bundesheers für Frauen ist der Anteil der weiblichen Soldaten kontinuierlich gestiegen. Laut dem "Bericht über militärische Dienstleistungen von Frauen 2005/2006" leisteten mit Stichtag 31. Dezember 2006 insgesamt 304 Soldatinnen Dienst beim Heer. Das sind um 20 Prozent mehr als im Bericht für die Jahre 2003 und 2004.

Noch stärker nahm die Zahl der Frauen im Auslandseinsatz zu. Waren im Monatsschnitt der Jahre 2003/2004 jeweils sieben Soldatinnen im Friedenseinsatz, waren es 2005/2006 bereits zehn.

Im Jahr 2005 traten 65 Frauen, darunter elf Leistungssportlerinnen, zwei Veterinärinnen und zehn Offiziersbewerberinnen den Ausbildungsdienst an, 33 Soldatinnen wurden in ein Dienstverhältnis aufgenommen. Im Jahr 2006 traten schon 87 Frauen den Ausbildungsdienst an, 42 wurden als Militärperson auf Zeit oder als Militär-Vertragsbedienstete angestellt.

82 der mit Stichtag 31. Dezember 2006 beim Heer gezählten 304 Soldatinnen versahen ihren Dienst als Unteroffiziere. 17 weibliche Offiziere wurden im militärmedizinischen Dienst verwendet, elf als Truppenoffiziere. Die meisten Soldatinnen gab es in Wien (36) und der Steiermark (25). Ende 2006 zählten zudem 174 Frauen zur Personalreserve des Bundesheeres.

Für Frauen attraktiver gemacht wurde das Heer mit dem Wehrrechtsänderungsgesetz 2005. So wurde die Besoldung in den ersten sechs Monaten des Ausbildungsdienstes von 250 auf 900 Euro angehoben sowie ein Anspruch auf Familienunterhalt und/oder Wohnkostenbeihilfe eingeführt. Außerdem wurden die Kriterien bei den körperlichen Leistungstests angepasst.

(apa/red)

13.4.2007 08:04