31.500 Beschwerden in achtzehn Monaten:
Passagiere klagen über Fluggesellschaften
- Besondere Probleme bei sogenannten Billigfluglinien
- EU-Behörde fordert "substanzielle Verbesserungen"

·EU: Flugverkehr bei Klimaschutz im Fokus
Kein anderer Sektor mit so starkem CO2-Anstieg
·Versand-Service für Flüssiges am Airport
Ab Mai übernimmt VIAS Transport zur Wiener Post
·Klima: 63 % fänden teurere Flüge okay
Knappes Drittel würde auf Fernreisen verzichten
Aufgrund von Beschwerden von zehntausenden Passagieren will die Eu-Kommission den Druck zum Einhalten von Fluggastrechten erhöhen. In einem am Mittwoch in Brüssel beschlossenen Bericht gibt die Kommission den EU-Staaten noch ein halbes Jahr Zeit, die Umsetzung der seit zwei Jahren geltenden Regeln sicherzustellen. Andernfalls will die Kommission rechtlich gegen Regierungen vorgehen, die ihre Fluggesellschaften zu lax anfassen. Dies kann bis zu Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof führen. Es müsse substanzielle Verbesserungen geben, forderte die EU-Behörde.
Passagiere haben bei Verspätungen und Überbuchungen seit Februar 2005 Anspruch auf höhere Entschädigungen und besseren Service als früher. In einer Bilanz der Anwendung der neuen Regeln kommt die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Regeln bei Überbuchungen weitgehend eingehalten werden. Probleme gebe es aber bei Absagen und langen Verspätungen von Flügen.
31.500 Beschwerden in 18 Monaten
Insgesamt gingen nach Angaben der nationalen Luftfahrtbehörden in den ersten eineinhalb Jahren der Regeln allein bei ihnen mehr als 18.000 Beschwerden von Passagieren ein. Eine unabhängige Studie geht von insgesamt mehr als 31.500 Beschwerden aus, allein bei der Kommission in Brüssel gingen 7000 Briefe verärgerter Passagiere ein.
Mut zur Beschwerde
Dabei fällt es Fluggästen offenbar oft schwer, ihre Rechte durchzusetzen. So gebe es Fälle, bei denen nationale Aufsichtsbehörden Verstöße gegen die Entschädigungsregeln feststellen, die Ansprüche der Passagiere aber dennoch nicht durchsetzen wollten. Gegen Großbritannien läuft bereits ein EU-Mahnverfahren, weil Beschwerden britischer Bürger bevorzugt behandelt werden. Ausdrücklich gelobt wird von der Kommission der Umgang mit Beschwerden in Belgien und Dänemark.
Es wird keine Gesellschaft genannt
Die Studie hebt keine problematischen Fluggesellschaften hervor. Allerdings gebe es bei Billigfluglinien besondere Probleme. Passagiere würden bisweilen tagelang auf abgelegenen Regionalflughäfen festsitzen, weil ihnen keine Alternativen bei abgesagten Flügen angeboten würden. Einige Fluglinien verweigerten die angemessene Unterstützung oder auch nur Rückzahlungen des Flugpreises. (apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
