Mittwoch, 4. April 2007

Auch im Urlaub auf Nummer sicher gehen:
Den Versicherungsschutz gleich mitplanen

  • AK: Oft teure Prämien, aber meist gleiche Leistungen
  • EXTRA: Versicherungs-Tipps der Arbeiterkammer

Wer seine Urlaubsreise plant, sollte auf Nummer sicher gehen und gleich für einen ausreichenden Versicherungsschutz vorsorgen. "Den umfangreichsten Schutz haben klassische Reiseversicherungen. Kreditkarten versichern Unfallfolgen weit höher, Mitgliedsangebote der Autofahrerclubs bieten begrenzten Schutz", sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Ein aktueller AK Test über Reiseversicherungen zeigt: etwas teurere Prämien mit fast gleichen Leistungen bei einigen Reiseveranstaltern, ansonsten nahezu gleiche Pakete.

"Eine Reiseversicherung hat mehrere Leistungen und ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut. Sie besteht aus Reiseunfall-, Reisekranken-, Reisehaftpflicht-, Reisegepäck-, Reisekosten-Storno- und Reiseabbruchversicherung", erklärt Delapina.

Umfassender Schutz
"Klassische Reiseversicherungen wie von der Europäischen Reiseversicherung oder Mondial Assistance bieten einen umfassenden Schutz", sagt Delapina. Sie haben viele verschiedene Versicherungspakete, vom einmaligen Reiseschutz bis zum Jahres-Reiseschutz für die verschiedensten Risiken (Storno, Reisegepäck). Die Produkte und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

Begrenzter Schutz bei Kreditkarten
Kreditkarten haben begrenzten Schutz, der oft an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist, z.B. an die Nutzung der Karte in den letzten zwei oder drei Monaten vor Reiseantritt. Unfallfolgen sind meist weit höher abgesichert als bei klassischen Reiseversicherungen. Zu 2006 hat nur American Express Aurum ihre Leistungen etwas ausgeweitet.

Mäßiger Schutz bei ÖAMTC und ARBÖ
ÖAMTC-Schutzbrief und ARBÖ-Sicherheitspass bieten mäßigen Schutz und beinhalten z.B. eine Auslandskrankenversicherung oder Krankenrücktransportversicherung. Außerdem haben sie zusätzliche fahrzeugbezogene Leistungen, z.B. Autorückholdienst.

Buchungspaket
Reiseveranstalter bieten fast immer zur Buchung ein Reiseversicherungsprodukt an, das gewöhnlich von spezialisierten Reiseversicherungsgesellschaften zusammengestellt wird. Die Stornokosten der Pauschalreiseanbieter werden meist bis zu 100 Prozent übernommen. Die Prämien sind bei einigen teurer geworden, die Leistungen gleich geblieben. Ein Beispiel: Die Prämie im 1-2-Fly/Paket mit Reiserücktrittsversicherung für eine Familie für 14 Tage in Europa, Reisepreis 2.000 Euro, kostet heuer 109 Euro (2006: 99 Euro).

Der Test
Erhoben hat die AK bei American Express, Diners, Mastercard, Visa; Europäische Reiseversicherung, Mondial Assistance vormals ELVIA, Wr. Städtische; ITS Billa, Gulet Touristik/Magic Life, Neckermann, TUI/Fun & Sun/especially4you, Jahn Reisen, 1-2-FLY; IFRA; ÖAMTC und ARBÖ.

4.4.2007 12:43