Freitag, 6. April 2007

NEWS: Keep on running : Durch Lauftraining mit System werden Sie topfit für die Woche

  • So können Sie schrittweise Ihren Laufstil verbessern
  • Laufcoach Michael Buchleitner hat die Top-Lauftipps

Kaum steigt die Temperatur über zwölf Grad, da lässt sich ein etwas plumper Waldbewohner wieder blicken: der gemeine Wald-und-Wiesen-Läufer. Der schlurft, stampft, rollt mit dem Kopf und schlackert mit den Händen. Kurz: Er ist der joggende Beweis, dass Laufen nicht gleich Laufen ist.

"Perfektes Laufen ist ein fließender, leichter Bewegungsablauf", so der 3fache Olympiateilnehmer Michael Buchleitner. "Und je länger die Laufdistanz ist, desto wichtiger wird ein ökonomischer, Energie sparender Stil." Dabei sollten die Schritte nicht zu groß sein - das kostet bloß Kraft. Kinn und Kopf bleiben erhoben, der Oberkörper ist aufrecht und nur leicht nach vorne geneigt. Die Arme - nicht der Oberkörper! - schwingen im Schultergelenk mit, die Ellbogen werden im rechten Winkel gehalten. Die Hände bleiben locker, werden nicht zur Faust geballt.

Laufen bedeutet Individualität
Ö3-Lady Kati Bellowitsch, die mit PulsTV-Moderator Norbert Oberhauser die NEWS-Marathonserie laufend begleitet: "Mein Tipp: Laufen Sie hin und wieder barfuß. Achten Sie darauf, wie der Bewegungsablauf dabei automatisch natürlicher wird." Eine Norm für den perfekten Stil gibt's freilich nicht. Schließlich ist der persönliche Laufstil bis zu einem gewissen Grad auch durch den Körperbau und die Struktur der Muskeln vorgegeben. Um Energie zu sparen und Verletzungen zu vermeiden, sollte der Laufstil immer den persönlichen Fähigkeiten angepasst werden.

Hier die häufigsten Varianten:

* Fersenlauf. Der häufigste Stil für längere Strecken. Der Fuß setzt dabei mit dem Fersenaußenrand am Boden auf, knickt dann leicht nach innen, bis die ganze Sohle aufliegt und rollt schließlich über den Großzehenballen ab, während er sich gleichzeitig abdrückt.

* Ballenlauf. Eignet sich für Sprints. Der Aufprall findet im Bereich des Großzehenballens statt. Dann folgt eine kurzfristige Aufsetzbewegung des Mittelfußes bis zur Ferse, schließlich das Abstoßen über den Großzehenballen. Für längere Distanzen empfiehlt sich dieser Stil nicht: Dafür ist er zu kraftraubend - und kann zu Problemen mit Achillessehnen oder den Gelenken führen. Ein guter Kompromiss für Hobbyläufer ist deshalb der …

* Mittelfußlauf. Dabei wird die ganze Sohlenfläche fast gleichzeitig auf den Boden gesetzt. Mit nicht zu steilem Winkel tippt man nur kurz über die Ferse und rollt dann ab.

Weitere Tipps vom Lauf-Experten sowie eine "Laufschule für saubere Technik" finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS.

6.4.2007 13:22