Networld-Buchtipp "Generation Chips":
"Was treibt unsere Kinder in die Fettsucht?"
- Zu wenig Bewegung und falsche, einseitige Ernährung
- Eltern fetter Kinder: Strafe wegen Vernachlässigung?

·NEWS: Österreich - ein Land der Dicken!
Volkskrankheit Fettsucht ist auf dem Vormarsch
·Große Kinder werden eher dick als Kleine
Zusammenhang zwischen
Wachstum & Fettleibigkeit
·Ärzte alarmieren: Kinder sind zu dick!
Rund ein Viertel hat zu viel Fett auf den Rippen
Was treibt unsere Kinder in die Fettsucht und was hat es mit der "Generation Chips" auf sich? Edmund Fröhlich (Fachmann für Adipositas bei Kindern und Jugendlichen) und Susanne Finsterer (Journalistin und Politikwissenschaftlerin) gehen diesen Fragen auf den Grund und erklären warum jetzt Handlungsbedarf besteht!
Das unsere Kinder und Jugendliche immer fetter werden, weil sie sich nicht bewegen und zu viel Zeit vor dem Fernseher und der Spielkonsole verbringen wurde schon mehrfach wissenschaftlich bewiesen. Edmund Fröhlich, Vorstand der medinet AG (zu der u. a. Deutschlands renommierteste Klinik für Adipositas bei Kindern und Jugendlichen gehört Spessart-Klinik in Bad Orb), und Susanne Finsterer, Journalistin und Politikwissenschaftlerin, haben ein medizinisch fundiertes Buch verfasst, das ein drängendes Thema endlich umfassend darstellt: Die "Fettsucht-Gefahr" die von den Autoren sogar als drohende "Fettsucht-Epidemie" bezeichnet wird.
Fettsucht: Ein soziales Problem?
Die Autoren sind davon überzeugt, dass überwiegend Kinder aus sozial benachteiligten Familien vom Stigma fett betroffen sind. Insgesamt führten die Analysen der Autoren zur folgenden, allgemeinen Schlussfolgerung: "Dieses Krankheitsphänomen nimmt epidemische Ausmaße an - wenn nicht massiv gesellschaftspolitisch dagegen interveniert wird."
Keine Angst vor dem Strafrecht
Neben der Forderung nach pädagogischen Maßnahmen wie etwa der Einführung des Schulfaches "Gesundheitskunde" oder der verstärkten verpflichtenden Einbeziehung der Kinderärzte fordern die Autoren unter bestimmten Umständen die aktive Anwendung der Straftatbestände "Unterlassene Hilfestellung", "Vernachlässigung" und "Kindesmisshandlung" für Eltern.
Bewusstsein schaffen
Die Umstände, die bei Jugendlichen zur Fettleibigkeit führen, waren allerdings schon vor diesem Buch hinlänglich bekannt. Wissenschaftliche Fakten und medizinische Beiträge machen dies allerdings noch plakativer. Die Autoren Finsterer und Fröhlich leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung im Umgang mit dem Thema Fettsucht. Zu hinterfragen bleibt allerdings, ob es hierbei Sinn macht, mit Begriffen wie "Fettsucht-Epidemie" Panik zu verbreiten. Trotz aller positiven bewusstseinsbildenden Elemente gehen die Autoren mit der Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung nachlässiger Eltern aus der Sicht von Experten eindeutig zu weit. (red)
