Dienstag, 3. April 2007

Wir werden immer älter - Lebenserwartung der Österreicher wächst von Jahr zu Jahr an

  • Gemeinsam alt werden: Männer leben endlich länger
  • Arm an Greisen: Ost-Österreicher sterben früher

Investitionen in die Gesundheit sind für die Weltgesundheits-Organisation (WHO) die Basis für eine sichere Zukunft. "Gesund bleiben - Sich vor Infektions-Krankheiten schützen", lautet das Motto. Österreich ist als eines der reichsten Länder der Erde in einer extrem guten Situation. Dies geht aus den aktualisierten Daten des Gesundheitsberichts Österreich hervor. Die wichtigsten Informationen:

Die Lebenserwartung bei der Geburt stieg in Österreich seit dem Jahr 2001 für Männer um ein Lebensjahr und lag im Jahr 2005 bei 76,5 Jahren. Die Lebenserwartung der Frauen stieg im selben Zeitraum um 0,6 Jahre und lag im Jahr 2005 bei 81,8 Jahren. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern hat sich also weiter verringert.

Gender- und Regional-Spezifika
Die regionalen Unterschiede in der Lebenserwartung sind auch im Jahr 2005 bei Männern größer als bei Frauen. Am höchsten ist die Lebenserwartung bei Männern nach wie vor in den westlichen Bundesländern Tirol, Vorarlberg und damit in zwei Bundesländern, in denen die Lebenserwartung zwischen 2001 und 2005 um mehr als ein Jahr anstieg. Die geringste Lebenserwartung der Männer zeigte sich hingegen auch im Jahr 2005 in den drei ostösterreichischen Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Tirolerinnen werden am ältesten
Die langsame Verringerung der regionalen Unterschiede in den letzten Jahrzehnten ist im Zeitraum 2001 bis 2005 nicht mehr festzustellen. Bei den Frauen waren die höchsten Zuwächse an erwartbaren Lebensjahren in Tirol, Vorarlberg, Steiermark und Wien zu beobachten. Wie im Jahr 2001 - und auch in den zehn Jahren davor - war die Lebenserwartung der Tirolerinnen (82,8 Jahre) und der Vorarlbergerinnen (83 Jahre) österreichweit am höchsten. Am niedrigsten war die Lebenserwartung der Frauen nach wie vor in Niederösterreich (81,4 Jahre) und Wien (80,9 Jahre).

Immer weniger Todesfälle
Im Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2005 verstarben in Österreich jährlich 76.000 Personen (35.000 Männer, 41.000 Frauen). Das sind um 3.000 Verstorbene pro Jahr oder rund vier Prozent weniger als in den Jahren 1992 bis 2001. Die häufigsten Todesursachen blieben bei beiden Geschlechtern Herz- Kreislauf-Erkrankungen (45 Prozent aller Todesfälle), etwa ein Viertel starb an Krebserkrankungen, sechs Prozent aller Todesfälle waren auf Verletzungen und Vergiftungen zurückzuführen und knapp fünf Prozent aller Todesfälle waren durch Erkrankungen der Verdauungsorgane bedingt. Die Sterblichkeit ging am stärksten in Wien und im Burgenland zurück.

Tod unter 65 schmerzt besonders
In Österreich sterben offenbar zunehmend weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, an Krebsleiden sowie an Verletzungen und Vergiftungen. Allerdings, durch den Tod im Alter von unter 65 Jahren gingen im Zeitraum 2002 bis 2005 österreichweit bei den Männern insgesamt 39 potenzielle Lebensjahre pro 1.000 Einwohner und Jahr verloren, bei den Frauen waren es zwanzig potenzielle Lebensjahre pro 1.000 Einwohnerinnen und Jahr. (APA/red)

3.4.2007 14:00