Dienstag, 3. April 2007

Überlebenschancen von Senioren wachsen - Akutmedizin kann auch schwere Fälle heilen

  • Aufenthalte im Krankenhaus werden immer häufiger
  • Gesundheitsministerin Kdolsky setzt auf Rehabilitation

Im Zeitraum 2002 bis 2005 wurden in den österreichischen Krankenhäusern pro Jahr durchschnittlich rund 2,5 Mio. stationäre Fälle gezählt, von denen rund 1,1 Mio. Männer und rund 1,4 Mio. Frauen betrafen. Die Anzahl der stationären Fälle ist bereits im Beobachtungszeitraum des GBÖ 2004 (Gesundheitsbericht Österreich/ 2004) kontinuierlich angestiegen, und zwar von etwa 1,8 Mio. im Jahr 1992 auf etwa 2,4 Mio. im Jahr 2001. Dieser kontinuierliche Anstieg setzte sich bis zum Jahr 2005 fort.

Rechnet man aber die Mehrfachbehandlungen ab, so zeigt sich, dass 1,5 Millionen Patienten für die etwa 2,5 Millionen
Spitalsaufnahmen "verantwortlich" sind. Damit blieb die "Verursacherzahl" in etwa stabil. Doch die kürzeren Verweildauern dürften mit mehr wiederholten Krankenhausaufenthalten in Verbindung stehen. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt nahm in Österreich von rund 7,5 Tage pro Aufenthalt im Jahr 2001 auf rund sieben Tage im Jahr 2005 ab. Auch unter Ausschluss der Langzeitpatienten (mit einer Belagsdauer von mehr als vier Wochen) aus der Berechnung setzte sich die im GBÖ 2004 festgestellte Reduktion der durchschnittlichen Belagsdauer von 6,2 Tagen im Jahr 2001 auf 5,8 Tage im Jahr 2004 weiter fort.

Kdolsky will mehr Rehabilitation
Dank der modernen Akutmedizin überleben viele Senioren auch schwere gesundheitliche Störungen. Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April betonte Gesundheitsministerin Kdolsky gegenüber der APA die Notwendigkeit von vermehrten Rehabilitationsangeboten für Betagte - wegen der steigenden Lebenserwartung. Hinzu kommt, dass sie die regelmäßige Mammographie- Untersuchungen von Frauen auf Brustkrebs flächendeckend einführen will. (APA/red)

3.4.2007 14:49