Dienstag, 8. Jänner 2008

EU wirft Apple Wettbewerbsbedingungen-Verstoß vor: "Territoriale Beschränkungen"

  • Nun zwei Monate Zeit, um Vorgehen rechtzufertigen
  • Preise in verschieden iTunes-Läden nicht einheitlich

Die EU-Kommission hat dem US-Computer-Unternehmen Apple vorgeworfen, gegen die europäischen Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Grund seien die "territorialen Beschränkungen" Apples bei seinem Musikportal iTunes, sagte der Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, Jonathan Todd.

Er bestätigte damit entsprechende französische Zeitungsberichte. Die Kommission habe Apple sowie weiteren betroffenen Musikverlagen zunächst die einzelnen Beschwerdepunkte in einer Mitteilung dargelegt, erläuterte Todd.

Die Kommission in Brüssel wendet sich gegen die Einschränkung, dass iTunes-Nutzer nur Musik im jeweiligen iTunes-Laden des Landes seines Wohnsitzes erstehen kann. Die Preise sind nicht einheitlich. iTunes überprüft den Wohnort eines Kunden unter anderem anhand von dessen Kreditkartendaten. Dadurch seien die Nutzer in ihrer Wahl des Ortes eingeschränkt, an dem sie ihre Musik kaufen wollten, sagte Todd. Dies verstoße gegen europäisches Wettbewerbsrecht.

(apa/red)

8.1.2008 15:44