Mittwoch, 4. April 2007

Haiders neuer Superklub

MASTERPLAN. Trainer Walter Schachner, Sponsor Superfund, Spieler von GAK & Pasching: So sieht Jörg Haiders neuer Superklub aus.

Sportzentrum Fischl, Klagenfurt, 30. März 2007. Kaum mehr als 1.000 unerschrockene Zuschauer wohnen dem Zweitliga-Spiel zwischen dem FC Kelag Kärnten und DSV Leoben bei. Die wenig aufregende Partie endet 1:1, das Ergebnis wird ebenso wie das Gebotene bald vergessen sein. Kaum zu glauben, dass in wenigen Monaten rund um die uninspirierten Klagenfurter Fußballer ein neuer heimischer Superklub entstehen soll. Am Tag nach dem Spiel platzte nämlich die nächste Bombe in Österreichs Fußball, diesmal aber keine weitere Schreckensnachricht im aktuellen Punkteabzugs-, Klags- und Lizenz-Chaos.

Fußball-Pate Haider. Ganz im Gegenteil, der Plan klingt sensationell. Franz Grad, Präsident des FC Superfund, gibt bekannt, dass er als Präsident aussteigen und seinen Klub mit dem FC Kärnten fusionieren will. Damit wären gleichzeitig die seit Jahren vom Spitzenfußball abgeschnittenen Kärntner wieder obenauf, und allen wäre geholfen: Pasching hat eine Mannschaft, die seit Jahren an der Spitze mitspielt, aber kaum Fans und wenige Sponsoren, Kärnten kriegt ein Stadion für 30.000 Fans, hat aber keinen Spitzenklub.

„Es macht keinen Sinn mehr angesichts des Chaos, in dieser Liga zu spielen“, lamentiert der Spediteur und langjährige Fußball-Funktionär Grad. Hintergrund seiner plötzlichen Lustlosigkeit, den Dorfverein weiter zu erhalten: Mit dem Kultklub LASK steht ein übermächtiger oberösterreichischer Gegner, mit Gunst von Gönnern und Fans, vor dem Aufstieg in die Bundesliga.

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4.4.2007 16:22