"Wir fliegen zum Mars"-Simulation geht weiter: Ein Trainingsprojekt für Freiwillige
- Forschungsballon mit Mars-Bedingungen konstruiert
- Erde nach Gebieten abgesucht, die Mars ähnlich sind
·Gefrorener Ozean
am Südpol des Mars
Eisschicht beträgt 1,6 Millionen Kubikkilometer
·NASA entdeckt Wasser auf dem Mars
Sonde schießt erste
Bilder von Wasserflüssen
·500-Tage-Test für 1. bemannten Mars-Flug
6 Leute testen Mission unter realen Bedingungen
·Globale Erwärmung auch auf dem Mars!
Temperatur steigt 4 Mal so schnell wie auf Erde
Vor ziemlich genau einem Jahr simulierten sechs österreichische Wissenschafter im Rahmen des Projekts "AustroMars" als so genannte Analog-Astronauten in der Wüste von Utah (USA) einen zweiwöchigen Aufenthalt auf dem Mars. Nun startet das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) unter dem Titel "Polares" vier Folgeprojekte, die sich ebenfalls um den Roten Planeten drehen.
Für "Polares Ballon" konstruieren die Wissenschafter einen Forschungsballon, der in der Stratosphäre, in rund 35 Kilometern Höhe ähnliche Bedingungen vorfinden soll, wie sie auf der Marsoberfläche herrschen. Das Ganze ist als Trainingsprojekt für ein Team von freiwilligen Wissenschaftern, Technikern und sonstigen Weltraum-Enthusiasten gedacht, kleine wissenschaftliche Experimente sollen durchgeführt werden.
Im Rahmen von "Polares Scout" wird unser Globus nach Gebieten abgesucht, welche den Bedingungen auf dem Mars am ähnlichsten sind. Hier sollen dann neue Technologien getestet werden, die als Kandidaten für einen echten Marsflug in Frage kommen.
Bis Minus 80 Grad
Für "Polares Rover" wird ein satellitengesteuertes Erkundungsfahrzeug gebaut, wobei vor allem die Wechselwirkung Mensch-Maschine im Vordergrund steht. Die Anforderungen sind extrem: So muss das Fahrzeug bis Minus 80 Grad funktionieren, 80 Tage ohne Unterbrechung arbeiten und Entfernungen bis zu 80 Kilometern zurücklegen können.
Im Programm "Polares Suit" schließlich soll ein Raumanzug für einen Marsflug konstruiert werden. Er soll Raumfahrer in der extrem dünnen Atmosphäre nicht nur das Überleben sichern, sondern auch vor Kontaminationen durch aggressive chemische Stoffe oder - so vorhanden - Mikroben schützen.
(apa/red)
