Nach Schätzungen der Vereinten Nationen:
Doppelt soviele Krebserkrankungen 2030!
- "Entwicklungsländer sind am stärksten betroffen"
- 27 Millionen Neuerkrankungen bis 2030 prognostiziert

·Fettleibigkeit führt eher zu Prostatakrebs
2,6-fach erhöhtes Risiko, an dem Tumor zu sterben
·Krebs ist Krankheit vieler Gen-Mutationen
AKH: "Signatur" von 17 Tumorarten untersucht
·Allergiker erkranken viel seltener an Krebs
Ist das Immunglobulin
E dafür verantwortlich?
·Krebssterblichkeit um 25 Prozent gesenkt
Österreich: Mehrere Faktoren verantwortlich
Peter Boyle, Direktor der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), legte alarmierende Zahlen bei der UN in New York vor. Seinen Schätzungen nach wird sich die Zahl der Krebserkrankungen weltweit innerhalb der nächsten Jahre mehr als verdoppeln. Am stärksten betroffen sind die Länder der Dritten Welt.
Die Krebserkrankungen auf der Welt werden sich nach Schätzungen der Vereinten Nationen im Zeitraum von 2000 bis 2030 mehr als verdoppeln. Am stärksten werden dabei Menschen in den Entwicklungsländern betroffen sein, wie der Direktor der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), Peter Boyle, am UN-Sitz in New York mitteilte. Als Grund nannte er veränderte Lebensbedingungen in der so genannten Dritten Welt.
Erhöhte Krebsgefahr in Entwicklungsländern
So steige auch dort die Lebenserwartung, und im Alter nähmen Krebserkrankungen immer zu, sagte Boyle. Eine Ausnahme bildeten die von Aids heimgesuchten Länder im südlichen Afrika. Ferner setzten sich mit wachsendem Wohlstand immer mehr Menschen Risikofaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum aus. Hinzu komme noch, dass gerade in den Entwicklungsländern die Bevölkerung ständig wachse, so dass selbst bei gleich bleibendem Risiko mehr Fälle zu verzeichnen wären.
Bislang habe man der erhöhten Krebsgefahr in Entwicklungsländern allerdings kaum Beachtung geschenkt, beklagte Boyle. Krebs habe eher als Zivilisationskrankheit gegolten. Dies aber werde sich in den kommenden Jahren drastisch verändern.
27 Millionen Neuerkrankungen
Weltweit registrierte die IARC, eine Unterabteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), im Jahr 2000 elf Millionen neue Krebsfälle und 25 Millionen bereits Erkrankte. Sieben Millionen Menschen starben damals an Krebs. Für das Jahr 2030 prognostiziert die Behörde 27 Millionen Neuerkrankungen und 75 Millionen bereits Betroffene sowie 17 Millionen Todesfälle.
(APA/red)
