Mittwoch, 4. April 2007

245 Mio. Jahre alten Riesensalamander ent-
deckt: Ungewöhnliches Fossil in Antarktis

  • Versteinertes Knochenstück in Sandstein geschlossen
  • Knochen von zwei Meter langem "Parotosuchus"

Forscher haben in der Antarktis die versteinerten Schädelreste eines mehr als 245 Millionen Jahre alten Riesensalamanders entdeckt. Das rund 60 Zentimeter lange versteinerte Knochenstück war in Sandstein eingeschlossen, wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift "Journal of Vertebrate Paleontology" berichtet.

Der Knochen stammt den Angaben zufolge von einem so genannten Parotosuchus. Die rund zwei Meter langen, salamanderartigen Raubtiere lebten noch 40 Millionen Jahre vor den ersten Dinosauriern. Zu dieser Zeit bildeten Afrika und die Antarktis möglicherweise zusammen noch den Superkontinent Pangea.

Nach Angaben der Wissenschafter wurde noch nie zuvor ein Parotosuchus so weit südlich entdeckt, frühere Funde beschränkten sich auf Deutschland, Kasachstan, Russland und Südafrika. Der ungewöhnliche Fund lasse den Schluss zu, dass das antarktische Klima zu Lebzeiten des Raub-Salamanders deutlich milder war als heute. An der Studie waren Forscher aus Deutschland, Frankreich und den USA beteiligt.

(apa/red)

4.4.2007 09:32