Neue Aufregung um Eurofighter: Wolfs Frau bestätigt Erhalt des Geldes von Steininger!
- "Wollte nur aus finanziellen Schwierigkeiten helfen"
- EADS-Lobbyist habe "irgendeine Rechnung" verlangt
PLUS: Darabos kündigt Klage gegen den "Airchief" an

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Die Ehefrau von "Airchief" Erich Wolf, Anna Maria Frühstück-Wolf, hat bestätigt, für ihre Firma 87.600 Euro vom EADS-Lobbyisten Erhard Steiniger erhalten zu haben. Wie Frühstück-Wolf erklärt, habe Steininger mit dem Geld der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Firma "Creativ Promotion Werbe- und Sportveranstaltungsgesellschaft", deren Geschäftsführerin Frau Wolf ist, ausgeholfen.
Obwohl auf der von Steiniger bezahlten Rechnung als Leistung "Anzahlung für die Entwicklung eines Marketingkonzeptes und Planung der konkreten Umsetzung für den Auftritt auf einschlägigen Luftfahrtveranstaltungen" angeführt ist, sei es dazu nie gekommen, so die "Kleine Zeitung". Als Grund gibt Frau Wolf an, dass ihre Firma damals durch schlechte Geschäfte eines leitenden Angestellten fast ruiniert worden sei. Um den Konkurs zu vermeiden, habe Erich Wolf seiner Frau schließlich erklärt: "Ich red' mit dem Ehrhard". Gemeint war Steiniger, der mit den Wolfs gut befreundet und bei deren Hochzeit Trauzeuge gewesen ist.
Steiniger sei rasch bereit gewesen, finanziell auszuhelfen. Er habe lediglich "irgendeine Rechnung" verlangt. Das Geld sei wohl "ein Darlehen gewesen" und sollte "irgendwann zurück bezahlt werden", sagte Frau Wolf der "Kleinen Zeitung".
"Airchief" Wolf droht Anzeige
In der Eurofighter-Untersuchung ist möglicherweise die oft zitierte "rauchende Pistole" aufgetaucht. "Airchief" Erich Wolf, zentrale Figur bei der Eurofighter-Beschaffung, ist unter Verdacht der falschen Zeugenaussage und verbotenen Geschenkannahme geraten. Aus einer Rechnung geht hervor, dass EADS-Lobbyist Erhard Steininger im Dezember 2002 87.600 Euro an eine Firma überwiesen hat, an der Wolf beteiligt war. Verteidigungsminister Norbert Darabos kündigte eine Anzeige gegen Wolf an. Der SPÖ-Fraktionsführer im Eurofighter-U-Ausschuss, Günther Kräuter, sprach von einem "juristisch sehr aussichtsreichen Vertragsausstiegsgrund".
In Rechnung gestellt wurden die 87.600 Euro als "Anzahlung für die Entwicklung eines Marketingkonzeptes und Planung der konkreten Umsetzung für den Auftritt auf einschlägigen Luftfahrtveranstaltungen (in- und außerhalb Österreichs)". Geschäftsführerin des Unternehmens "Creativ Promotion Werbe- und Sportveranstaltungsgesellschaft" ist laut Firmenbuch Wolfs Frau, Anna Maria Frühstück-Wolf.
Der "Airchief" selbst ist seit 1989 Prokurist und Kommanditist der Firma. Seit 1998 ist er nicht mehr Gesellschafter und seit Oktober 2000 nicht mehr Geschäftsführer dieser Gesellschaft. (apa/red)

