Mittwoch, 4. April 2007

Versteigerung von Yukos: Italienischer Energiekonzern Eni bekam den Zuschlag

  • Gas-Aktivitäten und 20%-Anteil an Gazprom-Tochter

Der italienische Energiekonzern Eni hat sich bei der Versteigerung weiterer Öl- und Gasreserven des zusammengebrochenen Energiekonzerns Yukos gegen seine russischen Rivalen durchgesetzt. Das Tochterunternehmen Enineftegaz kaufte die versteigerten Gas-Aktivitäten und einen 20-prozentigen Anteil an der Gazprom-Öltochter Gazprom Neft für umgerechnet 5,83 Mrd. Dollar (4,36 Mrd. Euro).

Gazprom hatte sich im Vorfeld der Versteigerung eine Kaufoption gesichert. Demnach hat der russische Konzern die Möglichkeit, die Gazprom-Neft-Anteile von Eni abzukaufen, falls die Italiener als Gewinner der Auktion hervorgehen. Auch die russischen Konzerne Rosneft und Yunitex waren zu der Auktion zugelassen. Der Startpreis der Auktion lag bei etwa 5,6 Mrd. Dollar.

An der Auktion hatten sich am Ende nur drei der ursprünglich sieben registrierten Unternehmen beteiligt. Yunitex hatte dem russischen Blatt "Kommersant" zufolge im Namen von Kunden der Gazprombank geboten, die dem staatlichen Gasmonopolisten Gazprom gehört.

Kritiker werfen der Regierung um Präsident Putin vor, Yukos mit hohen Steuernachforderungen absichtlich in den Ruin getrieben zu haben, um politische Ambitionen von Konzernchef Michail Chodorkowsi zu unterbinden. Yukos wurde im August für bankrott erklärt. (apa)

4.4.2007 10:52