Brenner Basistunnel steckt im Stau fest: Projekt wird frühestens 2020/2022 fertig
- Verzögerung von mindestens fünf Jahren bestätigt
- Baukosten sollen rund sechs Milliarden Euro betragen
·Österreich steckt 11 Mrd. in Bahn & Straße
500 Mio. mehr als in SP-/ VP-Abkommen geplant
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Der Bau des Brenner Basistunnels wird sich drastisch verzögern. Nach tagelangen Spekulationen hat der Vorstand der Brenner Basistunnel BBT SE nach der Aufsichtsratssitzung bestätigt, dass eine Inbetriebnahme des Bauwerkes - in Abhängigkeit des Baubeginns - "frühestens ab dem Zeitraum 2020/2022 erfolgen" könne. Die frühere Regierung war von einer Fertigstellung des Mammutprojekts bis 2015 ausgegangen.
Aus derzeitiger Sicht werden sich die Baukosten auf 6 Mrd. Euro exklusive Finanzierungskosten und Inflation belaufen. Inklusive aller Kosten waren Experten bisher von 8 Mrd. Euro Projektvolumen ausgegangen.
Grundlage der neuen Schätzungen waren "neu erarbeitete Projektunterlagen". Die Novellierung des eisenbahnrechtlichen Genehmigungsverfahrens vom Juli 2006 sowie die Vorschriften zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) in Österreich und die Auflagen aus der ersten Phase der UVP in Italien (CIPE-Genehmigung) hätten zwangsläufig zu einer Neudefinition der Bauzeiten geführt, hieß es weiter.
(apa/red)

