Marode Airline vor Verkauf: Drei Bewerber in letzter Runde für die Alitalia-Übernahme
- Air One, Aeroflot & Investmentfonds kämpfen weiter
·Elf Interessenten für angeschlagene Alitalia
Auch BA-CA-Mutter dabei.
Air France KLM winkt ab
·D: Bei Airbus wackeln jetzt tausende Jobs!
Wegen Sparprogramm und Umstrukturierung
Drei Bewerber gehen in die letzte Runde für die Übernahme der Alitalia. Wie das italienische Schatzministerium mitteilte, zählt die russische Fluggesellschaft Aeroflot überraschend zu den Bietern für Alitalia. Der russische Konzern geht zusammen mit der italienischen UniCredit-Bank ins Rennen. Aeroflot ist nach Angaben von UniCredit mit 95 Prozent an dem Konsortium beteiligt.
Zu den insgesamt drei Bietern gehört außerdem ein Konsortium der Investmentfonds Matlin Patterson Global Advisers, Texas Pacific Group und der italienischen Mediobanca. Der dritte Bieter ist AP Holding, die Holding des Besitzers der italienischen Fluggesellschaft Air One, Carlo Toto. Im Jahr 1995 hatte Toto mit seiner Fluggesellschaft als erster das Monopol der Alitalia auf dem heimischen Markt gebrochen. Seitdem ist es mit der noch staatlichen Airline bergab gegangen.
Die drei Bieter müssen bis zum 16. April ihre Gebote für Alitalia abgeben. Bis zur Jahresmitte soll dann ein Bewerber den Zuschlag für die Traditions-Airline erhalten. Der italienische Staat hält insgesamt 49,9 Prozent an der Fluglinie. Schon bei Übernahme von mindestens 30,1 Prozent des Kapitals ist der Käufer laut italienischer Gesetzgebung allerdings verpflichtet, ein Übernahmeangebot für die gesamte Gesellschaft vorzulegen.
Alitalia fliegt seit Jahren in den roten Zahlen. Die Regierung will mindestens 30,1 Prozent ihrer Alitalia-Anteile verkaufen. Der italienische Staat hält derzeit noch 49,9 Prozent an dem maroden Unternehmen. Bis zum Ablauf der Bieterfrist am 29. Jänner hatten zunächst insgesamt elf Unternehmen und Investoren Interesse an einem Einstieg bei der italienischen Fluggesellschaft bekundet. (apa)

