Starker Rückgang der Arbeitslosigkeit: Im Vergleich zu März 2006 nun Minus von 12,5%
- Insgesamt sind 296.800 Personen ohne Beschäftigung
- Auch Zahl der Schulungen ging relativ stark zurück
·Arbeitlosigkeit in EU geht weiter nach unten
Im Februar Rückgang der Quote in 21 Ländern
Der Arbeitsmarkt hat im März besonders stark auf die gute Konjunktur reagiert: Die Zahl der Jobsuchenden ging im Jahresvergleich um 12,5 Prozent oder um 33.842 Betroffene auf 237.715 Arbeitslose zurück. Inklusive Schulungen - die ebenfalls um 5,4 Prozent oder 3.345 sanken - waren im März 296.800 Personen auf Jobsuche, das waren um 37.187 Jobsuchende weniger als vor einem Jahr. Die Beschäftigung hingegen stieg im Jahresvergleich um 2 Prozent oder um 65.000 auf 3,278.181 Beschäftigte, gaben die Chefs des Arbeitsmarktservice (AMS), Herbert Buchinger und Johannes Kopf, bekannt.
Die Arbeitslosenquote nach Eurostat ging nach vorläufiger Fortschreibung um 0,6 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zurück, nach nationaler Berechnung sank die Quote um einen Prozentpunkt auf 6,8 Prozent. Der Arbeitsmarkt entwickle sich ausgezeichnet, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) zu den aktuellen Zahlen. "Die Zahl der Arbeitslosen ist weiter auf Talfahrt". Mit einem Minus von 12,5 Prozent sei der Rückgang zum zweiten Mal in Folge zweistellig. "Wir haben das Ziel der Vollbeschäftigung im Visier".
Rückgang in Oberösterreich am größten
Die Arbeitslosigkeit war in allen Bundesländern rückläufig, sensationell deutlich war der Rückgang mit minus 23,7 Prozent in Oberösterreich, so Buchinger. Wien lag mit minus 10 Prozent leicht unter dem Schnitt, aber auch Tirol konnte mit minus 6 Prozent als Schlusslicht noch ein herzeigbares Ergebnis vorweisen.
Vor allem Bau und Sachgütererzeugung haben profitiert
Nach Branchen haben vor allem der Bau und die Sachgütererzeugung von der guten Konjunktur profitiert. Die Industrie boome und es gebe Anzeichen, dass sich die Konjunktur auch auf den privaten Konsum auswirken werde. Wenn es dazu komme, sei mit weiteren Rückgängen der Arbeitslosigkeit zu rechnen, so Buchinger. Im Detail ging die Arbeitslosigkeit im Bau um fast 24 Prozent oder um fast 14.000 Betroffene zurück, in der Sachgütererzeugung sank sie im Jahresvergleich um 15,4 Prozent oder um rund 6.800 Betroffene.
Zahl der jobsuchenden Frauen sank nur gering
Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern auf Grund der guten Baukonjunktur mit 16,6 Prozent auf 139.176 Betroffene überdurchschnittlich stark sank, ging die Zahl der jobsuchenden Frauen lediglich um 5,9 Prozent auf 98.539 Arbeitslose zurück. Die Jugendarbeitslosigkeit sank um 11,2 Prozent auf 36.061, der Älteren ab 50 Jahre um 10,1 Prozent auf 46.843.
Zahl der Beschäftigten um 2,69 Prozent gestiegen
Die Zahl der Beschäftigten ist im März 2007 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 86.318 bzw. 2,69 Prozent gestiegen. Per Stichtag 31. März 2007 betrug die Zahl der bei den österreichischen Sozialversicherungsträgern und Krankenfürsorgeanstalten gemeldeten und ihnen gleichgestellten unselbstständig Erwerbstätigen (Beschäftigte) 3,299.499. Darunter waren 1,768.753 Männer, sowie 1,530.746 Frauen, teilte der Hauptverband der Sozialversicherungsträger mit.
Größere Zunahme bei Männern
Die Zahl der männlichen Arbeitskräfte erhöhte sich um 54.324 (+3,17 Prozent) und die der weiblichen um 31.994 (+2,13 Prozent). Alle Bundesländer weisen eine Zunahme des Beschäftigtenstandes auf. Den absolut und relativ größten Zugang hat Oberösterreich mit 20.981 Personen bzw. mit 3,74 Prozent.
Im Beschäftigtenstand vom 31. März 2007 sind 12.154 präsenzdienstleistende Personen und 104.886 Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeldbezieher enthalten.
(APA/red)

