GAK droht der totale Niedergang: ÖFB
und Admira stellen Millionen-Forderungen
- Bleiche "Rotjacken": Summe übersteigt 25 Mio. Euro
- Lizenz nur durch falsche Finanzunterlagen erhalten?
·GAK verabschiedet sich aus Bundesliga
Akzeptiert Punkte-Abzug gegen Forderungsverzicht
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·GAK bekommt die 28 Punkte wieder zurück
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Der insolvente GAK sieht sich mit Forderungen von Seiten der Fußball-Gemeinde in Höhe von rund 25 Millionen Euro konfrontiert. Der österreichische Fußball-Bund meldete beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz im Zusammenhang mit dem "Fall Kimoni" eine Forderung in Höhe von 8,715 Millionen Euro an. Acht Klubs der Bundesliga meldeten ebenfalls Forderungen meist in Millionenhöhe an. Zudem fordert die im Vorjahr abgestiegene Admira 3,681 Mio. Euro.
Besonders brisant für den GAK ist die Forderung der Admira. Denn während ÖFB und die Klubs der T-Mobile Bundesliga ihre Forderungen wegen des "Falls Kimoni" einbrachten und diese daher bedingt sind, begründet sich die Forderung der Admira auf möglichen Verfehlungen bei der Lizenzvergabe.
Nach Ansicht der Niederösterreicher müsste die Admira in der laufenden Saison nach wie vor in der obersten Spielklasse stehen, da die GAK-Lizenz für die Meisterschaft 2006/07 nur auf Grund "unrichtig dokumentierter wesentlicher Finanzunterlagen" erreicht wurde.
Admira und Klub-Präsident Majid Pishyar wollten laut Presseaussendung des Klubs eigentlich "die Ungereimtheiten und Ungleichbehandlungen erst nach Ablauf der Meisterschaft und nach Bewältigung der existenzgefährdeten Schädigungen durch die Fehlurteile im Lizenzierungsverfahren aufzeigen, aufarbeiten und einer Klärung in gemeinsamen partnerschaftlichen Gesprächen mit der ÖBL zuführen".
Allerdings hätten sich die Ereignisse überschlagen, "jegliche Rechtssicherheiten im heimischen Fußball scheinen verloren zu gehen und rechtliche Verfristungen würden drohen". Deshalb sei man bereits zum jetzigen Zeitpunkt zum Handeln gezwungen.
Nationalteam droht Suspendierung
Diese Forderung bleibt also auch Aufrecht, wenn der GAK die Einstweilige Verfügung wegen der Punkteabzüge im "Fall Kimoni" zurückziehen würde. Der GAK hatte per Einstweiliger Verfügung durch Masseverwalter Norbert Scherbaum beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz erwirkt, dass ihm 28 von der Bundesliga aberkannte Punkte bis auf weiteres rückerstattet wurden
Auch die sechs Punkte im "Fall Kimoni", deren Abzug die Disziplinarkommission der FIFA nach einem rechtskräftigen Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) gefordert hatte. Dadurch drohen Sanktionen durch die FIFA, die bis hin zur Suspendierung Österreichs (Nationalteams und Klubs) vom internationalen Fußball gehen.
Forderungen richten sich nicht gegen den GAK
Gegen die drohende Europacup-Sperre bzw. Absage von Länderspielen, der Teilnahme an U19-EM und U20-EM bis hin zur Sperre für die EURO 2008 im eigenen Land sichern sich ÖFB und Klubs mit ihren Forderungen vor Ablauf der Anmeldefrist für Gläubiger ab.
Der ÖFB strich in seiner Bekanntgabe "mit allem Nachdruck" hervor, dass sich diese Forderungsanmeldung nicht gegen den GAK richte, sondern wegen der geltenden Rechtslage verpflichtend einzubringen sei. Laut Angaben des ÖFB stelle dieser Betrag "eine äußerst vorsichtige und konservative Bewertung jener Schäden dar, die dem ÖFB auf Grund drohender FIFA-Sanktionen entstehen könnten".
Bundesliga-Klubs stellen Millionen-Forderungen
Die Forderung des Fußball-Bundes ist die größte, danach dürfte wohl Red Bull Salzburg folgen. Die Salzburger geben die Höhe ihrer Forderungen nicht bekannt, als voraussichtlicher Meister sichert sich der Tabellenführer mit 16 Punkten Vorsprung gegen mögliche Ausfälle aus der Champions League ab. Weitere Forderungen stellten Pasching (2,0 Mio. Euro), Tirol (1,8 Mio.), Ried (1,64 Mio.), Rapid (1,5-1,8 Mio.), Mattersburg (1 Mio.) und auch Altach (415.000). Die Höhe der Forderung der Austria war noch nicht bekannt.
Der GAK hat am 2. März selbst einen Konkursantrag eingebracht und einen Schuldenstand von 15 Mio. Euro angegeben. Geplant ist, am 19. April einen Zwangsauslgeich durchzubringen. Allerdings benötigt der Masseverwalter für einen Zwangsausgleich 20 Prozent der angemeldeten Forderungen als Barquoten-Sicherstellung.
| Alle Schadensersatzforderungen: | ||
| Organisation | Mio. Euro | |
| ÖFB | 8,715 | * |
| Pasching | 2,000 | * |
| Tirol | 1,800 | * |
| Ried | 1,640 | * |
| Rapid | 1,5-1,8 | * |
| Mattersburg | 1,000 | * |
| Altach | 0,415 | * |
| Admira | 3,681 | ** |
* = Forderungen im Fall Kimoni
** = Forderung wegen Vergehen bei Lizenzvergabe
(apa/red)
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